Nahezu zwei Generationen hindurch lagerten die hier zum ersten Mal vorgelegten Dokumente unter Verschluss in den russischen Archiven, wo sie nur mit besonderer Genehmigung der staatlichen Behörden zugänglich waren. Jetzt beginnen sich diese Archive zögernd zu öffnen und erlauben uns einen ungeschönten Blick auf die antisemitische und antizionistische Politik im zaristischen Russland zwischen Duldung, Verfolgung und wüsten Pogromen.
In monatelanger Kleinarbeit hat Gennadi E. Kagan in den Archiven von Sankt Petersburg und Moskau zahllose Aktenbündel und Tausende von Seiten gesichtet. Hier liegt nun das Ergebnis dieser Arbeit vor: Studien und Berichte des zaristischen Innenministeriums und des Petersburger Polizeidepartements, Rapporte der Gouverneure in den einzelnen Gouvernements des riesigen Reiches, ergänzt durch vielfältige Artikel aus der russisch-jüdischen Presse jener Zeit, Aufrufe, Briefe führender Zionisten, grundlegende Darstellungen, Erinnerungen und Tagebuchaufzeichn ungen.
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