Überall in Europa werden Ursachen und Folgen von prekärer Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Armut als Formen sozialer Ausgrenzung diskutiert. Das Buch bietet einen gut verständlichen Überblick über die Debatten und die sich dahinter verbergende, immer explosiver werdende gesellschaftliche Realität. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Städten, in denen sich die Probleme verdichten, und der Gefährdung der sozialen Grundlagen von Demokratie heute.
Einleitung: Das Ausgrenzungsproblem und seine Ambivalenz
I. Exklusion, Unterklasse: Begriffe des gesellschaftlichen Umbruchs
1. Unterschiedliche Annäherungen: Das Allgemeine und das Besondere in der Ausgrenzungsdebatte
2. Das Ausgrenzungsproblem und das "soziale Bewusstsein"
3. Der Exklusionsbegriff - Ursprung und Entwicklung in Frankreich
4. Der Underclass-Begriff - Ursprung und Entwicklung in den USA
5. Exklusion und Underclass - die gemeinsame "Schnittmenge"
II. Eine neue Qualität der Ausgrenzung durch Arbeitslosigkeit und Armut
1. Wandel der Bedeutung und sozialen Formen von Ausgrenzung
2. Wandel der sozialen Bedingungen von Ausgrenzung
3. Das Ausgrenzungsproblem am Übergang ins 21. Jahrhundert
III. Die Innen-Außen-Spaltung der Gesellschaft
1. Probleme mit dem dichotomischen Exklusionsbegriff
2. Aporien des Exklusionsbegriffs in der Systemtheorie
3. Vereinseitigungen des Exklusionsbegriffs in der Ausgrenzungsforschung
4. Die Gleichzeitigkeit des Drinnen und Draußen
IV. Ausgrenzungserfahrungen und gesellschaftliche Zugehörigkeit
1. Interdependenz und Partizipation: Modi der gesellschaftlichen Zugehörigkeit und ihre Dimensionen
2. Ausschluss aus Interdependenzbeziehungen
3. Ausschluss von Teilhabemöglichkeiten
4. Das Draußen vom Drinnen
Dr. phil. Martin Kronauer ist Privatdozent an der Universität Göttingen und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI).
€ 19,90