Willkommen

(Anmelden)

Mein Konto

Merkliste

Hilfe & Kontakt Häufige Servicefragen: Wie lange dauert die Lieferung Was kostet der Versand? Wie kann ich bezahlen? Wie gebe ich meine Ware zurück? Wie löse ich einen Gutschein ein? Weitere Fragen & Antworten im Hilfe-Center Kontaktformular Kundenhotline 0 18 05 / 30 91 80 (0,14 EUR/Min. aus dem Festnetz; max. 0,42 Euro/ Min. aus Mobilfunknetzen).
Sie erreichen uns:
Montags bis Samstags
von 8 bis 20 Uhr.
Haben Sie Fragen? Eva hilft Ihnen

Detail-Suche

Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West

von Jürgen Kocka, Christoph Conrad, Manfred Hildermeier (Buch)

  • ISBN:3-593-36581-2
  • EAN:9783593365817
  • Veröffentlichungsdatum:Januar 2000
  • Gewicht in g:402
  • Seiten:275

Kurzbeschreibung:

Ob im Feuilleton, in der intellektuell-politischen Debatte oder im Wissenschafts-Diskurs
- der Begriff der "Zivilgesellschaft" hat Hochkonjunktur und gerät offenbar
zum Modewort. Demgegenüber dient dieser Band einer genaueren Klärung des
Begriffs. Er erprobt seinen Gebrauch für europäisch vergleichende, historische
Forschung und seine Tauglichkeit für die Beurteilung aktueller Herausforderungen.
Der Band ging aus der Konferenz zum Thema "Europäische Zivilgesellschaft"
des Zentrums für Vergleichende Geschichte Europas (ZVGE) hervor. Dessen
Forschungsziel ist die neuartige Verbindung der Geschichte Westeuropas
und der Geschichte Osteuropas. Dabei geht es um Themen wie Öffentlichkeit,
Nationsbildung, Bürgertum, Lokalität und zentrale Kontrolle - all dies
als Probleme der europäischen Geschichte seit der Aufklärung. Der Begriff
"Zivilgesellschaft" dient diesen Forschungssynthesen- und projekten als
Fluchtpunkt. Ganz allgemein gesagt bedeutet "Zivilgesellschaft" einen Entwurf
menschlichen Zusammenlebens, der in der Aufklärung entstand. Er beinhaltet
die Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt, Toleranz, Selbständigkeit,
Leistung als Kriterium für ökonomisches und soziales Kapital, Engagement
für das allgemeine Wohl und ein hohes Maß an gesellschaftlicher Selbstorganisation.
"Zivilgesellschaft" wird mitdefiniert durch ein distanziertes Verhältnis
zum Staat. Sie verlangt die Einhaltung von Menschen- und Bürgerrechten,
der Grundsätze des Rechts- und Verfassungsstaats sowie hohe Partizipationschancen.
Der Band ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil werden die Etappen
der begrifflichen Debatte diskutiert. Jürgen Kocka beschreibt darin die
Zivilgesellschaft als historisches Problem und Versprechen, Klaus von Beyme
untersucht Karriere und Leistung des Begriffs, Karen Hagemann fragt nach
der "Bürgergesellschaft" in geschlechtergeschichtlichen Perspektive und
Chris Hann widmet sich dem Begriff in ethnologischer Sicht. Im zweiten
Teil geht es um die Realisierungen von "Zivilgesellschaft". Manfred Hildemeier
untersucht Russland, Holm Sundhausen die Balkanländer, Jan Kren die tschechische
Demokratie, Ivaylo Znepolski behandelt Bäuerliche Kultur und Bürgerliche
Gesellschaft, Ton Nijhuis vergleicht das Verhältnis von Staat und Zivilgesellschaft
in den Niederlanden und in Deutschland, und Hartmut Kaelble untersucht
schließlich Demokratie und europäische Integration seit 1950. Manfred Hildermeier
ist Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Göttingen.
Jürgen Kocka ist Professor für Geschichte der industriellen Welt der FU
Berlin. Christoph Conrad, Dr. phil., ist Geschäftsführender Leiter des
Zentrums für Vergleichende Geschichte Europas.

Beschreibung:

"Zivilgesellschaft" - Begriffsgeschichte und Wirklichkeit in europäischer Perspektive
Ob im Feuilleton, in der intellektuell-politischen Debatte oder im Wissenschafts-Diskurs - der Begriff der "Zivilgesellschaft" hat Hochkonjunktur und gerät offenbar zum Modewort. Demgegenüber dient dieser Band einer genaueren Klärung des Begriffs. Er erprobt seinen Gebrauch für europäisch vergleichende, historische Forschung und seine Tauglichkeit für die Beurteilung aktueller Herausforderungen.

Der Band ging aus der Konferenz zum Thema "Europäische Zivilgesellschaft" des Zentrums für Vergleichende Geschichte Europas (ZVGE) hervor. Dessen Forschungsziel ist die neuartige Verbindung der Geschichte Westeuropas und der Geschichte Osteuropas. Dabei geht es um Themen wie Öffentlichkeit, Nationsbildung, Bürgertum, Lokalität und zentrale Kontrolle - all dies als Probleme der europäischen Geschichte seit der Aufklärung.
Der Begriff "Zivilgesellschaft" dient diesen Forschungssynthesen- und projek ten als Fluchtpunkt.

Ganz allgemein gesagt bedeutet "Zivilgesellschaft" einen Entwurf menschlichen Zusammenlebens, der in der Aufklärung entstand. Er beinhaltet die Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt, Toleranz, Selbständigkeit, Leistung als Kriterium für ökonomisches und soziales Kapital, Engagement für das allgemeine Wohl und ein hohes Maß an gesellschaftlicher Selbstorganisation. "Zivilgesellschaft" wird mitdefiniert durch ein distanziertes Verhältnis zum Staat. Sie verlangt die Einhaltung von Menschen- und Bürgerrechten, der Grundsätze des Rechts- und Verfassungsstaats sowie hohe Partizipationschancen.

Der Band ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil werden die Etappen der begrifflichen Debatte diskutiert. Jürgen Kocka beschreibt darin die Zivilgesellschaft als historisches Problem und Versprechen, Klaus von Beyme untersucht Karriere und Leistung des Begriffs, Karen Hagemann fragt nach der "Bürgergesellschaft" in geschlechtergeschichtlichen Perspektive und Chris Hann widmet sich dem Begriff in ethnologischer Sicht.

Im zweiten Teil geht es um die Realisierungen von "Zivilgesellschaft". Manfred Hildemeier untersucht Russland, Holm Sundhausen die Balkanländer, Jan Kren die tschechische Demokratie, Ivaylo Znepolski behandelt Bäuerliche Kultur und Bürgerliche Gesellschaft, Ton Nijhuis vergleicht das Verhältnis von Staat und Zivilgesellschaft in den Niederlanden und in Deutschland, und Hartmut Kaelble untersucht schließlich Demokratie und europäische Integration seit 1950.

Inhaltsverzeichnis:

Aus dem Inhalt:
Vorwort

Etappen der begrifflichen Debatte

Jürgen Kocka
Zivilgesellschaft als historisches Problem und Versprechen

Klaus von Beyme
Zivilgesellschaft - Karriere und Leistung eines Modebegriffs

Karen Hagemann
Familie - Staat - Nation: Das aufklärerische Projekt der "Bürgergesellschaft" in geschlechtergeschichtlicher Perspektive

Chris Hann
Zivilgesellschaft oder Citizenship? Skeptische Überlegungen eines Ethnologen

Die Landkarte der Realisierungen

Manfred Hildermeier
Rußland oder Wie weit kam die Zivilgesellschaft?

Holm Sundhaussen
Chancen und Grenzen zivilgesellschaftlichen Wandels:
Die Balkanländer 1830 - 1940 als historisches Labor

Jan Kren
Die Tradition der tschechischen Demokratie

Ivaylo Znepolski
Bäuerliche Kultur und Bürgerliche Gesellschaft

Ton Nijhuis
So nah - so fern: Das Verhältnis von Staat und Zivilgesellschaft in den Niederlanden im Vergleich zu Deutschland

Hartmut Kaelble
Demokratie und europäische Integration seit 1950

Zu den Autorinnen und A utoren

Autorenportrait:

Manfred Hildermeier ist Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Göttingen.

Jürgen Kocka ist Professor für Geschichte der industriellen Welt der FU Berlin.

Christoph Conrad, Dr. phil., ist Geschäftsführender Leiter des Zentrums für Vergleichende Geschichte Europas.

29,90* EUR