Kurzbeschreibung:
Im hier dargestellten 9. und 10. Jahrhundert kommt es zu einer innigen Verfilzung kirchlicher und weltlicher Macht. Der Kaiser schafft sich ein Gegengewicht gegen die stets neidischen Herzöge, indem er Bischöfe und Reichsäbte mit riesigen Ländereien aus dem Königsgut beschenkt und ihnen königliche Hoheitsrechte überträgt. Geistliche Fürstentümer entstehen. Dafür werden die geweihten Herrschaften mit ihren ritterlichen Gefolgsleuten zur Hoffahrt und Heerfahrt verpflichtet. Üppiger als je zuvor blüht der Kriegsdienst des hohen Klerus. Oft hat ein Papst den andern exkommuniziert, verschiedene heilige Väter werden ins Kloster, nicht wenige in den Kerker gesteckt. Beim ersten Papstmord der Geschichte wollte man besonders sicher sein: Bei einer Palastrevolte hat ein frommer Verwandter Johanns VIII. den Papst erst vergiftet, dann "so lange mit einem Hammer geschlagen, bis dieser im Gehirn steckenblieb".
Beschreibung:
Die Erzählung beginnt im Jahre 814 mit dem Tode des später heiliggesprochenen Länderfressers und Massenschlächters Karl, genannt: "der Große". Noch in der Regierungszeit seines Sohnes Ludwig, genannt: "Der Fromme", beginnt im karolingischen Familienkreise das Gezänk um die Macht. Das Imperium zerbricht. Nach knapp hundert Jahren stirbt mit dem erst 18jährigen Kaiser Ludwig, genannt: "das Kind", die Karolingerdynastie aus. Die kulturell glanzvolle, aber politisch bluttriefende Zeit der Ottonen dauert nach damaligen Begriffen nur zwei Menschenleben, etwas über sechzig Jahre, und endet mit Kaiser Otto III. im Jahre 1002, mit dem auch dieser 5. Band schließt.