In mehr als 100 Jahren Schizophrenieforschung sind große Fortschritt in der Therapie der akuten schizophrenen Psychose und in der Verminderung des Rückfallrisikos gemacht worden. Die kognitive und soziale Beeinträchtigung, die mit der Krankheit so häufig einhergeht, entzieht sich dagegen bis heute einer wirksamen Vorbeugung oder Behandlung. Für den chronischen Verlauf, die sozialen Folgen und das Lebensschicksal der Kranken sind diese Behinderungen weitaus bedeutsamer als die psychotischen Episoden. Die systematischen Studien, die hier dargestellt werden, sind mit der Absicht unternommen worden, Zeitpunkt des Auftretens und Art dieser Behinderung und die Entstehung ihrer Folgen sorgfältig zu untersuchen. Die Ergebnisse eröffnen neue Einsichten in den Frühverlauf der Krankheit und in das komplexe Zusammenwirken von Entwicklungsfaktoren biologischer und psychologischer Prozesse in der Entstehung der Krankheiten.
In mehr als 100 Jahren Schizophrenieforschung sind große Fortschritte in der Therapie der akuten schizophrenen Psychose und in der Verminderung des Rückfallrisikos gemacht worden. Die kognitive und soziale Beeinträchtigung, die mit der Krankheit so häufig einhergeht, entzieht sich dagegen bis heute einer wirksamen Vorbeugung oder Behandlung. Für den chronischen Verlauf, die sozialen Folgen und das Lebensschicksal der Kranken sind diese Behinderungen weitaus bedeutsamer als die psychotischen Episoden. Die systematischen Studien, die hier dargestellt werden, sind mit der Absicht unternommen worden, Zeitpunkt des Auftretens und Art dieser Behinderung und die Entstehung ihrer Folgen sorgfältig zu untersuchen. Die Ergebnisse eröffnen neue Einsichten in den Frühverlauf der Krankheit und in das komplexe Zusammenwirken von Entwicklungsfaktoren biologischer und psychologischer Prozesse in der Entstehung der Krankheiten.
Heinz Häfner, em. Professor für Psychiatrie der Universität Heidelberg, ehem. Direktor des Mannheimer Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI), leitet die Arbeitsgruppe Schizophrenieforschung am ZI. Für seine Forschungsergebnisse über Schizophrenie wurde er mehrfach ausgezeichnet, so u.a. mit der "Erik-Strömgren-Medaille" (1988), dem "Joseph-Zubin-Preis" der American Psychopathological Association (1997) sowie mit dem "Leader of Psychiatry Award der World Psychiatric Association" (1999).
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