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Der Mini-Kurs. Begleitheft für die Arbeit in Ministrantinnengruppen

von Holger Brox (Buch)

  • ISBN:3-466-36600-3
  • EAN:9783466366002
  • Veröffentlichungsdatum:September 2002
  • Gewicht in g:243
  • Seiten:72

Kurzbeschreibung:

Zur Vorbereitung auf den Ministrantendienst


Nach der Erstkommunion ist es so weit: Die Kinder dürfen endlich »Minis« werden - wie Ministranten in der Gemeinde humorvoll abgekürzt werden. Der konkreten Vorbereitung darauf dient dieser »Mini-Kurs«. In spielerischer Form werden den Kindern in gemeinsamer Gruppenarbeit Grundkenntnisse über die Liturgie und deren Aufbau, über die spezifischen Aufgaben der MinistrantInnen, die Gebetsformen und Körperhaltungen vermittelt. Der mit vielen anschaulichen und unterhaltsamen Zeichnungen illustrierte Kurs besteht aus der Vorbereitungsmappe für die werdenden MessdienerInnen und einem Begleitheft für die GruppenleiterInnen.



Leseprobe:

Lieber Gruppenleiter, liebe Gruppenleiterin,


herzlich willkommen zum "Mini-Kurs". Dieses Einführungskonzept ist während der Messdienervorbereitung nach der Erstkommunion in der Kirchengemeinde Heilig Geist in Münster entstanden: Begleitet von Ekklesia und dir als Gruppenleiter/in, wird den Kindern das Dienen (Ministrieren), die Liturgie und alles das, was zu Beginn wichtig ist, erklärt.
Mit dem vorliegenden Begleitheft für Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter möchten wir dir eine Hilfe anbieten, deine Gruppe bis zur Aufnahmefeier inhaltlich zu begleiten. Das ganze Konzept besteht aus 15 Gruppenstunden, in denen viel gespielt, gebastelt oder gekocht werden kann, vor allem aber das Dienen geübt wird und die Kirche, der Jahreskreis sowie die liturgischen Farben vorgestellt werden. Für jedes Gruppentreffen solltest du gut 1,5 Std. einkalkulieren. Was die Eigenheiten deiner Gemeinde in Bezug auf das "Dienen" betrifft, können dir die Notizzettel in den Kindermappen helfen. (Weitere Kopiervorlagen findest du auch in der "Materialkiste" am Ende dieses Heftes.) Hier hast du Platz, individuell "nachzurüsten", also das schriftlich festzuhalten, was dir wichtig ist und du den Kindern zusätzlich vermitteln willst. Ob nun die neuen Messdiener/innen nach 15, 20 oder 10 Gruppenstunden aufgenommen werden können, hängt sowohl von der Gruppe als auch von deiner Gruppenstundengestaltung ab. Schnell ausgebildete Messdienerinnen können, müssen aber nicht so "fit" sein wie eine Gruppe, die für die Einführung länger braucht. Hier sind dein Gespür und deine Aufmerksamkeit gefragt. Ziel des Konzeptes ist jedenfalls, dass deine Gruppenkinder mit genügend Hintergrundwissen und mit einer guten Prise Spaß in die "Messdienerei" starten können. Die Zeichnungen könnt ihr natürlich ausmalen und das Heft zusätzlich mit Fotos von euch und eurer Kirche ganz persönlich gestalten.


Zum Aufbau


Das Begleitheft für die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter ist in drei Teile gegliedert:
- Im ersten Teil sind mögliche Abläufe der einzelnen Gruppenstunden beschrieben. Hier ist uns wichtig, dass du selbst festlegst, ob ein bestimmtes Thema vorgezogen wird - oder Aktionen eingeschoben werden sollen. Je nachdem, oder ob ihr die Fotos, die ihr im Vorbereitungsheft einkleben könnt, gemeinsam schießt, ob du die Fotos schon vorher gemacht hast oder ob ihr das ein oder andere Bild stattdessen lieber malt, werdet ihr unterschiedlich viel Zeit brauchen. Von daher solltest du dir selbst einteilen, wie viele Gruppenstunden du pro Thema verwendest: eine, zwei oder evtl. sogar einmal drei oder mehr.
- Der zweite Teil gibt Einblicke in die Liturgie, damit du dich selbst ein wenig schlau machen kannst, falls die Kinder (oder du selbst) Fragen haben. Da die Kirche und so auch die einzelnen Gemeinden in einem Wandlungsprozess stehen (nicht nur wegen der immer weniger werdenden Priester), findest du hier einen Artikel zur Vergangenheit der Messdiener/innen sowie einen zur möglichen zukünftigen Ausgestaltung der Ministrantenarbeit. Die Gestaltung der Kirche von heute und morgen ist ein wichtiges Thema, auf das auch du Einfluss hast.
- Im dritten Teil findest du eine Materialkiste: Bausteine, Aktionen, Spiele, Rezepte sowie Vergrößerungen von einzelnen Zeichnungen, die der Veranschaulichung bzw. Erinnerung dienlich sein können, wenn ihr in der Gruppe bestimmte Themen wiederholt oder das Dienen übt.


Es geht hier um einen ersten Grundkurs, um eine Einführung in die Aufgaben als Messdiener/in. Natürlich gibt es noch viele Besonderheiten, etwa beim Hochamt an Weihnachten und Ostern. Oder der Umgang mit Weihrauch und, und, und ... Aber das kommt alles später, wenn die neuen Messdiener/innen schon etwas Übung haben, und wird deshalb in diesem "Minikurs" nicht genauer erklärt.


Messdiener/in oder Ministrant/in?


Wie du unschwer erkennst, nennen wir dich "Messdiener/Messdienerin". Vielleicht sagt ihr bei euch aber "Ministrant/Ministrantin". Der Begriff Ministrant leitet sich vom lateinischen Wort "ministrare" ab, das übersetzt "dienen" heißt. Der Begriff Messdiener stellt den Bezug zur Messfeier her, wo der Dienst ursprünglich ja auch herkommt. Da die Messdiener/innen schon seit längerer Zeit nicht nur innerhalb einer Messe Aufgaben übernehmen, sondern auch immer mehr im Rahmen von Wortgottesdiensten, scheint der Name "Messdiener/in" nicht immer passend. Beide Begriffe haben sich aber als eigenständige Namen für diese Aufgabe in Gottesdiensten entwickelt und werden je nach Region unterschiedlich verwendet. Da wir selbst mit dem Begriff "Messdiener" groß geworden sind, "Messdienerarbeit" geleistet und "Messdiener/innen" auch in Wortgottesdiensten kennen gelernt haben, übernehmen wir diesen für uns gebräuchlichen Namen. Für einige von euch mag der Begriff also etwas fremd klingen; wir hoffen aber, ihr könnt trotzdem gut mit der Mappe arbeiten. Solltet ihr den Begriff "Ministrant/in" besser kennen, dann könnt ihr euren Gruppenkindern erklären, dass beide Namen die gleiche Aufgabe beschreiben.
Umgang mit der Kindermappe


Die Arbeitsmappe für Kinder ist nach einzelnen, in sich abgeschlossenen Themen gestaltet, sodass jeweils bestimmte Blätter in jeder Gruppenstunde behandelt werden können. Am besten ist es deshalb, den Kindern nicht von Anfang an die ganze Mappe zu geben, sondern nur die benötigten Arbeitsblätter auszuteilen. So können sich die Kinder auf das konzentrieren, was gerade "dran" ist. Die Zeichnungen der einzelnen Seiten sehen ausgemalt besonders schön aus. Einige Kinder malen gerne, weil sie sich so viel intensiver mit dem Inhalt auseinander setzen können. Besonders wichtig ist, dass die Arbeitsmappe nicht als theoretische Lesemappe verstanden wird. Für die Kinder sind das Erleben und praktisches Tun wichtig. Es soll also möglichst viel ausprobiert und angefasst werden. Zu Beginn solltest du noch einige passende Fotos von euch und eurer Kirche schießen, damit die Mappe wirklich ein Arbeitsheft deiner Gemeinde wird. Dazu könnt ihr einen gemeinsamen Fototermin ausmachen. Übrigens müssen natürlich nicht an allen vorgesehenen Stellen in der Vorbereitungsmappe Fotos eingeklebt werden. Das ein oder andere Bild könnt ihr vielleicht auch selbst malen.


Nun viel Spaß mit deiner Gruppe wünschen


Holger und Christine Brox


Los geht's


1. Thema
Meine Messdienergruppe
Vorbereitungsmappe Blatt 1-4


Das erste Thema steht ganz unter dem Motto des Kennenlernens. Zu beachten ist hier, dass sich die Kinder meist nicht ganz fremd sind, weil sie sich vielleicht bereits aus der Erstkommunionvorbereitung oder aus der Schule kennen. Um eine gemeinschaftliche Atmosphäre herzustellen, wird in der ersten Stunde ein gemeinsames Gruppenwappen gestaltet, das im Gruppenraum aufgehängt werden kann. Außerdem sollen die Kinder einen Namen für ihre Gruppe finden: zum Beispiel Bärengruppe, Miniwinis ... Hier ist die Fantasie der Kinder gefragt!

Autorenportrait:

Holger Brox, geb. 1972, ist Diplom-Religionspädagoge und arbeitet als Leiter des Jugendpastoralen Zentrums AREOPAG und Stadtjugendseelsorger in Recklinghausen.
Christine Brox, geb. 1976, ist Diplom-Religionspädagogin und arbeitet als Pastoralassistentin mit dem Schwerpunkt Kinder- und Familienarbeit in einer Gemeinde in Recklinghausen.

9,99* EUR