Kurzbeschreibung:
Stellt die Lesekompetenz eine Fähigkeit dar, die in der heutigen Gesellschaft durch die Dominanz neuer und neuester Medien vom Aussterben bedroht ist? Die Antwort lautet: Nein, wenn man bei der konzeptuellen Ausarbeitung von Lesekompetenz die veränderten medialen Rahmenbedingungen mit berücksichtigt. Dazu gehört zunächst einmal, dass unter Lesekompetenz die kognitiven, emotio-nal-motivationalen und kommunikativen Dimensionen, die für alle Leseprozesse in der gesamten Bandbreite von Informations- bis zu literarischen Texten konstitutiv sind, zu verstehen sind. Diese Dimensionen der Lesekompetenz werden dementsprechend herausgearbeitet unter Rückbezug auf die sozialhistorische Entwicklung des Lesens, auf soziale und personale Einflussfaktoren wie auf die text- und medienseitigen Anforderungen, die zugleich die Spannweite der Funktionen von Le-sen und Lesekompetenz in der Mediengesellschaft markieren.
Die Ausarbeitung eines solchen Konzepts von Lesekompetenz ist nur in interdisziplinärer Koopera-tion möglich, die von empirischer Textverarbeitungs- bis zu historischer Lesesozialisationsfor-schung reicht, von Literaturdidaktik bis Medienwissenschaft, Sprachpsychologie, Journalistik etc.. Dabei ist der Band so aufgebaut, dass jeweils theoretisch-empirische Überblicksreferate durch em-pirische Beispieluntersuchungen veranschaulicht werden, um am Schluss die prototypischen Merk-male von Lesekompetenz angeben zu können.
Inhalt
Teil I: Einleitung
Norbert Groeben
Zur konzeptuellen Struktur des Konstrukts ¿Lesekompetenz¿
Teil II: Die Beschreibung/Erhebung von Lesekompetenz
Tobias Richter & Ursula Christmann
Lesekompetenz: Prozessebenen und interindividuelle Unterschiede
Jürgen Flender & Johannes Naumann
Empirisches Beispiel: Erfassung allgemeiner Lesefähigkeiten und Rezeption nicht-linearer Texte: ¿PL-Lesen¿ und Logfile-Analyse
Tilmann Sutter
Anschlusskommunikation und die kommunikative Verarbeitung von Medienangeboten. Ein Aufriss im Rahmen einer konstruktivistischen Theorie der Mediensozialisation
Gerhard Rupp
Empirisches Beispiel: Interpretation im Literaturunterricht
Teil III: Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren
Bettina Hurrelmann
Sozialhistorische Rahmenbedingungen von Lesekompetenz sowie soziale und personale Einflussfaktoren3
Ursula Christmann & Norbert Groeben
Anforderungen und Einflussfaktoren bei Sach- und Informationstexten
Günther Rager, Lars Rinsdorf & Petra Werner
Empirisches Beispiel: Wenn Jugendliche Zeitung lesen. Nutzungsmuster und Rezeptionsinteressen von jungen Zeitungslesern und -nichtlesern
Hartmut Eggert
Literarische Texte und ihre Anforderungen an die Lesekompetenz
Corinna Pette & Michael Charlton
Empirisches Beispiel: Differenzielle Strategien des Romanlesens: Formen, Funktionen und Entstehungsbedingungen
Peter Vorderer & Christoph Klimmt
Lesekompetenz im medialen Spannungsfeld von Informations- und Unterhaltungsangeboten
Marco Ennemoser, Kathrin Schiffer & Wolfgang Schneider
Empirisches Beispiel: Die Rolle des Fernsehkonsums bei der Entwicklung von Lesekompetenzen
Teil IV: Ausblick
Margrit Schreier & Gerhard Rupp
Ziele/Funktionen der Lesekompetenz im medialen Umbruch
Bettina Hurrelmann
Prototypische Merkmale der Lesekompetenz
Autorenverzeichnis
Kurzbeschreibung:
Stellt die Lesekompetenz eine Fähigkeit dar, die in der heutigen Gesellschaft durch die Dominanz neuer und neuester Medien vom Aussterben bedroht ist? Die Antwort lautet: Nein, wenn man bei der konzeptuellen Ausarbeitung von Lesekompetenz die veränderten medialen Rahmenbedingungen mit berücksichtigt. Dazu gehört zunächst einmal, dass unter Lesekompetenz die kognitiven, emotio-nal-motivationalen und kommunikativen Dimensionen, die für alle Leseprozesse in der gesamten Bandbreite von Informations- bis zu literarischen Texten konstitutiv sind, zu verstehen sind. Diese Dimensionen der Lesekompetenz werden dementsprechend herausgearbeitet unter Rückbezug auf die sozialhistorische Entwicklung des Lesens, auf soziale und personale Einflussfaktoren wie auf die text- und medienseitigen Anforderungen, die zugleich die Spannweite der Funktionen von Le-sen und Lesekompetenz in der Mediengesellschaft markieren.
Die Ausarbeitung eines solchen Konzepts von Lesekompetenz ist nur in interdisziplinärer Koopera-tion möglich, die von empirischer Textverarbeitungs- bis zu historischer Lesesozialisationsfor-schung reicht, von Literaturdidaktik bis Medienwissenschaft, Sprachpsychologie, Journalistik etc.. Dabei ist der Band so aufgebaut, dass jeweils theoretisch-empirische Überblicksreferate durch em-pirische Beispieluntersuchungen veranschaulicht werden, um am Schluss die prototypischen Merk-male von Lesekompetenz angeben zu können.
Inhalt
Teil I: Einleitung
Norbert Groeben
Zur konzeptuellen Struktur des Konstrukts "Lesekompetenz"
Teil II: Die Beschreibung/Erhebung von Lesekompetenz
Tobias Richter & Ursula Christmann
Lesekompetenz: Prozessebenen und interindividuelle Unterschiede
Jürgen Flender & Johannes Naumann
Empirisches Beispiel: Erfassung allgemeiner Lesefähigkeiten und Rezeption nicht-linearer Texte: "PL-Lesen" und Logfile-Analyse
Tilmann Sutter
Anschlusskommunikation und die kommunikative Verarbeitung von Medienangeboten. Ein Aufriss im Rahmen einer konstruktivistischen Theorie der Mediensozialisation
Gerhard Rupp
Empirisches Beispiel: Interpretation im Literaturunterricht
Teil III: Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren
Bettina Hurrelmann
Sozialhistorische Rahmenbedingungen von Lesekompetenz sowie soziale und personale Einflussfaktoren3
Ursula Christmann & Norbert Groeben
Anforderungen und Einflussfaktoren bei Sach- und Informationstexten
Günther Rager, Lars Rinsdorf & Petra Werner
Empirisches Beispiel: Wenn Jugendliche Zeitung lesen. Nutzungsmuster und Rezeptionsinteressen von jungen Zeitungslesern und -nichtlesern
Hartmut Eggert
Literarische Texte und ihre Anforderungen an die Lesekompetenz
Corinna Pette & Michael Charlton
Empirisches Beispiel: Differenzielle Strategien des Romanlesens: Formen, Funktionen und Entstehungsbedingungen
Peter Vorderer & Christoph Klimmt
Lesekompetenz im medialen Spannungsfeld von Informations- und Unterhaltungsangeboten
Marco Ennemoser, Kathrin Schiffer & Wolfgang Schneider
Empirisches Beispiel: Die Rolle des Fernsehkonsums bei der Entwicklung von Lesekompetenzen
Teil IV: Ausblick
Margrit Schreier & Gerhard Rupp
Ziele/Funktionen der Lesekompetenz im medialen Umbruch
Bettina Hurrelmann
Prototypische Merkmale der Lesekompetenz
Autorenverzeichnis