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Top Dogs. Theaterbibliothek

von Urs Widmer (Buch)

  • ISBN:3-88661-189-2
  • EAN:9783886611898
  • Veröffentlichungsdatum:April 2004
  • Gewicht in g:129
  • Auflage:17. Auflage
  • Reihe:Theaterbibliothek
  • Seiten:96

Kurzbeschreibung:

Das Thema könnte brisanter gar nicht sein: Es heißt: strukturelle Arbeitslosigkeit - es ist das Dilemma der westlichen Industrie- und Wohlstandsgesellschaft. Doch anders als sonst wird das Thema ganz vom Kopf her aufgezäumt. Nicht um underdogs geht es, sondern um Top Dogs. Um Spitzenmanager also, die im Zuge global bedingter Umstrukturierung entlassen wurden und die sich jetzt, zwecks Schockabfederung, Enttäuschungsverarbeitung und späterer beruflicher Reintegration, in einem Zürcher Outplacement-Büro zusammengefunden haben. Wichtig ist der Perspektivenwechsel. Präsentiert wird ein Königsdrama der Wirtschaft, nicht ein Kleine-Leute-Stück. Das bugsiert das Spiel aus den Grauzonen der üblichen Sozialreportage heraus, sichert ihm überraschende Einsichten- und Witz: Ein klein wenig Schadenfreude, natürlich, ist auch dabei - schon tröstlich zu wissen, daß es auch "die da oben" jederzeit treffen kann. Lachend, bestens unterhalten, aber immer wiedre auch in Beklommenheit begreifen wir: Da ist etwas faul, nicht nur im Staate Helvetia; da bahnt sich weltweit ein ziemlich wölfischer Kapitalismus seinen Weg - in seiner Inhumanität notdürftig getarnt hinter den phraseologischen Fassaden eines dynamischen Neoliberalismus; da wird der Mensch, falls er nicht gerade als Verbraucher bnenötigt wird, zunehmend überflüssig; da müssen Manager nicht nur ihre Untergebenen, sondern am Schluß auch sich selbst entlassen - das ist die groteske Logik der Ökonomie. Die Globalosierung frißt ihre Kinder. (Aus Gerhard Jörders Preisrede auf Top Dogs beim Berliner Theatertreffen 1997)

Beschreibung:

Widmers Königsdrama über die Kündigungskultur wird in aller Welt gespielt. "Ein Kult-Stück." (BuchJournal) "Das Thema könnte brisanter gar nicht sein. Es heißt: strukturelle Arbeitslosigkeit - es ist das Dilemma der westlichen Industrie- und Wohlstandsgesellschaft. Doch anders als sonst wird das Thema ganz vom Kopf her aufgezäumt. Nicht um Underdogs geht es hier, sondern um Top Dogs. Um Spitzenmanager, die im Zuge global bedingter Umstrukturierungen entlassen wurden und die sich jetzt in einem Zürcher Outplacement-Büro zusammengefunden haben - zwecks Schockabfederung, Enttäuschungsverarbeitung und späterer beruflicher Reintegration. Präsentiert wird ein Königsdrama der Wirtschaft, nicht ein Kleine-Leute-Stück. Das burgsiert das Spiel aus den Grauzonen der üblichen Sozialreportage heraus, sichert ihm überraschende Einsichten - und Witz. Lachend, bestens unterhalten, aber immer wieder auch mit Beklommenheit begreifen wir: Da ist etwas faul, nicht nur im Staate Helvetia. Da müssen Manager nicht nur ihre Untergebenen, sondern am Schluß auch sich selbst entlassen - das ist die groteske Logik dieser Ökonomie. Die Globalisierung frißt ihre Kinder." (Gerhard Jörder in seiner Laudatio zum 3sat-Theaterpreis für TOP DOGS, 1997) "Widmers Stück über zerbrochene Wohlstandswelten, zerfallene Selbstwertgefühle bei denen, die sich bis vor kurzem noch als Stützen der Gesellschaft fühlten, trifft den eigentlichen Fortschritts-Nerv. Und findet die Parallele zu Shakespeares Königsdramen: angstgepeitschte Herrscher, Überlebensmörder. In TOP DOGS stürzen die Erfolgreichen. Diese Art Fortkommen, zeigt Widmer mit hinterhältig verständnisvollem Humor, steht inzwischen auch nur eine Handbreit vorm Fenstersturz. Gleich hinter den Wohlstandsburgen, den Porsches und Handys, in der nächsten Spalte heute noch überquellender Terminkalender - da beginnt ein wüstes Land." (Franz Wille) "Urs Widmer beherrscht es, die Schrauben im Kopf seiner Figuren immer noch eine Drehung weiter hineinzutreiben. Da hört der Spaß dann ziemlich abrupt auf, aus dem Wechselspiel von beklemmender Komik und komischer Beklemmung entsteht ein Ernst, der vom Spiel nicht mehr zu trennen ist." (Theater heute) "Ein High-Light polit-ökonomischen Theaters." (theater pur)

10,00* EUR