Rezension:
"Hans Wollschläger gehört zu den renommiertesten deutschen Arbeitern im Dienst der Literatur. Mit seinen Übersetzungen der Werke von James Joyce und Edgar Ellen Poe sind Generationen groß geworden. Als Tierschützer hat er sich gelegentlich, doch bislang nie an vorderster Front hervorgetan. (...). In seinen mit Verve und der Wut der Verzweiflung verfassten Streitschriften für das Tier als Mitgeschöpf und gegen das Tier als Nutzsache stürzt sich Wollschläger in eine Schlacht gegen den »kollektiven Sadismus«, die so aussichtslos scheint wie der Kampf Davids gegen Goliath. Dass er es dennoch tut, dass er weder missionarisches Eifern noch Pathos scheut, macht sein Buch auf angenehme Weise völlig unmodern." (Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse)
"Essind Wollschlägers Sprachmächtigkeit und sein kulturhistorisches Wissen, die diesen Essay über das belastete und belastende Verhältnis von Mensch und Tier kennzeichnen." (NZZ)
"Wenn der Wallstein-Verlag jetzt eine Wollschläger-Werkausgabe s tartet, wird die Bekanntschaft mit einem Autor ermöglicht, bei dem Gedankenschärfe und sprachliche Geschliffenheit eine einzigartige Verbindung eingehen." (Westfalen-Blatt)
Kurzbeschreibung:
Maul- und Klauenseuche, Rinderwahn, Schweinepest - die Meldungen über die Katastrophen in der industrialisierten Landwirtschaft haben in den letzten Jahren immer wieder auch grelle Schlaglichter auf die lebenverachtenden Umstände geworfen, unter denen Tiere als Nahrungsquelle unserer Gesellschaft gehalten werden. In vier Essays, allen voran dem Großessay "Tiere sehen dich an", setzt sich Hans Wollschläger mit dem Verhältnis des Menschen zu seinen "Mitgeschöpfen", wie sie das Tierschutzgesetz der Bundesrepublik weihevoll nennt, auseinander - "Mitgeschöpfe", die jährlich zu Millionen gemästet, geschlachtet oder im Namen der Wissenschaft in Labors zu Tode gequält werden. Dabei bilden seine entlarvenden Kommentierungen des Tierschutzgesetzes, stilistisch und methodisch im Geiste Karl Kraus' verfaßt, nur den - schauerlichen - Rahmen für die Entwicklung einer verallgemeinerten radikalpessimistischen Weltsicht: Die Quälerei der Tiere in Wissenschaft und Wirtschaft wird aus Sicht der Psychoanalyse zum Muster eines universellen Zerstörungszusammenhangs der Menschheit, deren gesamte Geschichte sich als Schlachtbank darstellt - ein einziges Kontinuum von der NS-Menschenquälerei (dem "Potential Mengele") über die Tierquälerei in Schlachthöfen und Labors bis hin zur mechanistischen Lebensfeindlichkeit der Apparate- und Präparatemedizin, der Wollschläger ein eigenes ausführliches Kapitel widmet. Der Autor
Hans Wollschläger, geb. 1935, ist Schriftsteller, Übersetzer (James Joyce, E. A. Poe), Historiker, Rhetor, Essayist und psychoanalytisch ausgerichteter Literarhistoriker. Im Wallstein Verlag erschien 1997 in der Reihe der Göttinger Sudelblätter: "Wiedersehen mit Dr. F. - Beim Lesen in letzter Zeit", ISBN 3-89244-275-4.
Rezension:
"Hans Wollschläger gehört zu den renommiertesten deutschen Arbeitern im Dienst der Literatur. Mit seinen Übersetzungen der Werke von James Joyce und Edgar Ellen Poe sind Generationen groß geworden. Als Tierschützer hat er sich gelegentlich, doch bislang nie an vorderster Front hervorgetan. (...). In seinen mit Verve und der Wut der Verzweiflung verfassten Streitschriften für das Tier als Mitgeschöpf und gegen das Tier als Nutzsache stürzt sich Wollschläger in eine Schlacht gegen den »kollektiven Sadismus«, die so aussichtslos scheint wie der Kampf Davids gegen Goliath. Dass er es dennoch tut, dass er weder missionarisches Eifern noch Pathos scheut, macht sein Buch auf angenehme Weise völlig unmodern." (Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse)
"Es sind Wollschlägers Sprachmächtigkeit und sein kulturhistorisches Wissen, die diesen Essay über das belastete und belastende Verhältnis von Mensch und Tier kennzeichnen." (NZZ)
"Wenn der Wallstein-Verlag jetzt eine Wollschläger-Werkausgabe startet, wird die Bekanntschaft mit einem Autor ermöglicht, bei dem Gedankenschärfe und sprachliche Geschliffenheit eine einzigartige Verbindung eingehen." (Westfalen-Blatt)