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Effi Briest. Reclam Universal-Bibliothek, Band 6961

   von Theodor Fontane

buch.de-Verkaufsrang:
19232
ISBN-10:
3-15-006961-0
ISBN-13:
978-3-15-006961-5
Erschienen:
2003
Sofort lieferbar
Aus der Reihe:
«Reclam Universal-Bibliothek»
Einband:
kartoniert/broschiert
Sonstiges:
Roman. Nachw. von K. Wölfel
Seitenzahl:
347
Gewicht:
150 g
Erschienen bei:
Philipp Reclam Jun.

Kurzbeschreibung

Die 17-jährige Effi verlobt sich auf Zureden ihrer Mutter mit deren ehemaligemVerehrer, dem 21 Jahre älteren Landrat Geert von Instetten. Effi ist ausgesellschaftlichem Ehrgeiz bereit, den Mann zu heiraten, obwohl sie sichvor ihm fürchtet. Nach der Hochzeitsreise trifft das Paar im Seebad Kessin,Instettens Wohnsitz, ein. Von Anfang an fühlt sich Effi in dem düsterenHaus nicht wohl, zumal sie häufig allein ist. Ihre Ängstlichkeit schürtInstetten noch, indem er ihr eine unheimliche Geschichte von einem Chinesenerzählt, der einst in dem Haus gelebt hat. Erst später wird Effi klar,dass diese Spukerzählung auch dazu diente, sie einzuschüchtern und dadurchzu domestizieren. In ihrem Ehealltag vermisst Effi kleine Aufmerksamkeitenund Zärtlichkeit. Lediglich die Besuche des verwachsenen Apothekers Gieshüblerbringen ein wenig Freude in ihren Tag. Nach der Geburt ihrer Tochter Annieverbringt Effi eine lange Zeit in ihrem Elternhaus, wo sie auflebt undfast vergisst, dass sie verheiratet ist. Zurück in Kessin, lernt sie denneuen Bezirkskommandanten Crampas kennen, einen gut aussehenden Offizier,der ein berüchtigter Frauenheld sein soll. Crampas, ein ehemaliger KameradInstettens, kommt häufig zu Besuch, macht der jungen Frau den Hof, klärtsie über den >>Erzieher<< Instetten auf und stürzt sie damit zusehendsin Verwirrung. Bei einer nächtlichen Kutschfahrt teilen sich Crampas undEffi allein ein Gefährt - es kommt zur Verführung. Von nun an trifft sichEffi heimlich mit ihrem Geliebten, wobei die Lügen und Vertuschungen siemehr belasten als der Ehebruch selbst. Sie liebt Crampas nicht, ist aberzu schwach, um die Affäre zu beenden. Als Instetten nach Berlin versetztwird, glaubt Effi sich gerettet. Die nächsten Jahre verlaufen glücklich;die Ehe ist harmonisch, Effi scheint Crampas vergessen zu haben und Instettenmacht Karriere. Doch während seine Frau in einem Kurort weilt, entdecktInstetten durch Zufall die Liebesbriefe, die Effi von Crampas erhielt.Er fordert den Liebhaber zum Duell und erschießt ihn. Effi wird geschiedenund von ihren Eltern verstoßen; die gemeinsame Tochter bleibt bei Instetten.Allein mit ihrer treuen Dienerin Roswitha bewohnt sie eine kleine Wohnungin Berlin und ist gesellschaftlich isoliert. Ein von ihr erzwungener Besuchihrer Tochter erweist sich als Fiasko. Effi wird schwermütig und erkranktso sehr, dass der Hausarzt ihre Eltern auffordert, sie nach Hause zu holen.Effi stirbt nach wenigen Wochen, hat sich jedoch vorher noch mit ihremSchicksal ausgesöhnt.

Beschreibung

Nach einer behüteten Kindheit heiratet die 17jährige Effi, dem Willen ihrer Eltern entsprechend, den fast 20 Jahre älteren Baron von Innstetten, ein Jugendfreund ihrer Mutter, dem sie nach Kessin, einem kleinen Ort an der Ostsee folgt. In dem etwas unheimlich anmutenden Haus des Barons vereinsamt die junge, phantasievolle und lebhafte Effi, der es schwerfällt, in ihrer neuen Heimat Anschluß zu finden. Auch die Geburt ihrer Tochter kann sie nicht über ihre innere Vereinsamung hinwegtäuschen. Viel von ihrem Mann alleingelassen, geht Effi, der die Lüge eigentlich zuwider ist, fast gegen ihren Willen eine Liebesbeziehung zu dem neuen Bezirkskommandanten Crampas ein, der sie zuvor lange vergeblich umworben hatte. Diese eher leidenschaftslose Beziehung ist zu Effis Erleichterung beendet, als ihr Mann nach Berlin versetzt wird. Die Zeit in Berlin gestaltet sich harmonisch - bis Innstetten durch Zufall Briefe findet, die Crampas während der Kessiner Zeit an Effi geschrieben hatte.

Portrait

Theodor Fontane, am 30. Dezember 1819 in Neuruppin (Brandenburg) geboren, wurde wie sein Vater Apotheker. 1849 entschloss er sich jedoch, seine schriftstellerische Tätigkeit zum Hauptberuf zu machen, und arbeitete fortan als Auslandskorrespondent, Kriegsberichterstatter und Theaterkritiker. Erst mit fast sechzig Jahren begann er seine berühmten Romane und Erzählungen zu schreiben. Theodor Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin.



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