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- ISBN:
3-8218-0830-6
- Erschienen bei: Eichborn
- Erscheinungstermin:10.2000
- Einband:
gebunden 22 cm
- Seiten:
368
- Gewicht:
592 g
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Besprechung
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999Mit Wohlwollen schildert Jürgen Kaube zunächst, wie der jung verstorbene Kondylis mit dem Begriff der Ontologie zur Beschreibung der Gesellschaft gelangen will, ohne ihr eindeutig kausale Gesetze zuzuweisen, nach denen sie sich entwickeln soll. Die Sozialonotologie sei gerade auf die "Unberechenbarkeit" von Gesellschaft verpflichtet. Gestört fühlt sich Kaube aber von Kondylis` These, dass "das Wichtigste für den Menschen ... immer der Mensch (bleibt)." Das schließe die "Zeit" und die "Welt" aus Kondylis` Horizont aus. © Perlentaucher Medien GmbH Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 14.11.2000Kolja Mensing ist der Ansicht, dass es sich hierbei keinesfalls um einen "gut geschriebenen Thriller" handelt. Dass ihm das Buch dennoch gut gefällt, liegt vielmehr daran, dass das Thema, nämlich das Wiederauftauchen verschwundener (bzw. tot geglaubter) Terroristen für gerade wieder aktuell sei. Im Roman ist es Rolf Stürmer alias Andreas Baader, der keineswegs Selbstmord begangen hat, sondern nach mehr als zwanzig Jahren quicklebendig wieder in Erscheinung tritt und beim BKA-Chef und Politikern für gehörige Aufregung sorgt. Besonders gefällt dem Rezensenten an diesem fast, aber eben nicht ganz fiktiven Roman, dass die "Protagonisten (...) zuweilen so nahe an ihren Vorbildern (sind), dass sie zu Karikaturen werden". Abschließend macht Mensing noch einen Schlenker zum Prozess um den Ex-Terroristen Hans-Joachim Klein, der nicht nur Außenminister Fischer in eine peinliche Erklärungsnot im Zusammenhang mit einem geliehenen Auto gebracht hat, sondern auch Erinnerungen an Schilys frühere Strafverteidigung von Baader und Ensslin und längst vergessen geglaubte Zwischenrufe Cohn-Bendits bei diesem Prozess wachruft. © Perlentaucher Medien GmbH
Kurzbeschreibung
Ein offiziell für tot erklärter RAF-Terrorist begeht in Kanada einen Mord und flüchtet nach Deutschland. Als tickende Zeitbombe ist er eine Gefahr für die Regierung der Bundesrepublik. In der Berliner Koalition sitzt ein Mann, der 1977 im Krisenstab der Mogadischu-Entführung zu den Entscheidungsträgern gehörte. Ihn und andere holt der deutsche Herbst nach einem Vierteljahrhundert wieder ein. Hat der bundesrepublikanische Staat in Stammheim seine Unschuld verloren?
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