Dieser Band zeichnet den vielschichtigen Entwicklungsweg des "enfant terrible" der französischen Literaturszene, Roland Barthes, nach. Seine produktive Auseinandersetzung mit dem Literaturbegriff Sartrescher Prägung, der Themenkritik Bachelards, dem linguistischen und anthropologischen Strukturalismus, mit poststrukturalistischen Ansätzen in Philosophie, Literaturtheorie und Literatur werden auf seine eigenständige, wenn auch stark von Nietzsche mitgeprägte postmoderne Ästhetik der siebziger Jahre bezogen. Musik und Stimme, vor allem aber Fotografie und Malerei sind kleinere Schwerpunkte des chronologisch aufgebauten Bandes gewidmet, welche die Bezüge zwischen Bild, Klang, Körper und Schrift mit Hilfe neuester texttheoretischer Ansätze erstmals auch anhand der weitgehend unbekannt gebliebenen Texte des Wortkünstlers beleuchten. Ziel des Buches ist es, Barthes einem breiteren Publikum vorzustellen und einen Überblick über das Gesamtwerk zu geben.
Prof. Ottmar Ette, geboren 1956, ist Inhaber des Lehrstuhls für Romanische Literaturwissenschaft (Französisch/Spanisch) an der Universität Potsdam. Zahlreiche Veröffentlichungen zur lateinamerikanischen Literatur.
€ 17,00