Der Duden präsentiert zwei Definitionen des Wortes "List", eine enge und eine weite. Die enge Definition: Mittel, mit dessen Hilfe man, andere täuschend, etwas zu erreichen sucht, was man auf normalem Wege nicht erreichen könnte. Die weite Definition: Mittel, mit dessen Hilfe man etwas zu erreichen sucht, was man auf normalem Wege nicht erreichen könnte. Welche Formen und Arten der List es gibt, worin ihre gesellschaftliche und politische Bedeutung besteht, wird in den 21 Beiträgen dieses Bandes in umfassender interkultureller und interdiziplinärer Weise untersucht. Inhaltlich spannt sich der Bogen von der List im alten Hellas, in China, Indien, im islamischen Recht über die christliche Theologie, die westliche Jurisprudenz, die altskandinavische und deutsche Literatur, Zeugnisse aus dem Mittelalter, der Philosophie, Rhetorik und Politik bis hin zur List in der Psychologie, Verhaltensbiologie des Kindes und den "Listen" des Aidsvirus.
Harro von Senger, geb. 1944, ist seit 1989 Professor für Sinologie an der Universität Freiburg i. Br. sowie seit 2001 Dozent an der Generalstabsschule der schweizer Armee und Mitglied des Expertengremiums "Menschenrechte und ethnische Minderheiten" im Rahmen der Städtepartnerschaft Zürich-Kunming. Er promovierte 1969 in Jura und 1981, nach langen Aufenthalten in Taiwan, der Volksrepublik China und Japan, in klassischer Sinologie. Er hat zahlreiche juristische und sinologische Fachveröffentlichungen vorgelegt.
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