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Der Tod des Carlos Gardel

   von António Lobo Antunes

buch.de-Verkaufsrang:
ISBN-10:
3-630-87062-7
ISBN-13:
978-3-630-87062-5
Erschienen:
2000
Titel führen wir nicht bzw. nicht mehr.
Einband:
Gebunden
Sonstiges:
22 cm
Seitenzahl:
448
Gewicht:
674 g
Erschienen bei:
Luchterhand Literaturverlag
Übersetzer: Maralde Meyer-Minnemann

Kurzbeschreibung

Alvaro ist ein besessener Bewunderer des verstorbenen Tangosängers Carlos Gardel. Er sammelt Andenken an sein Idol und hüllt sich mit alten Tonbandaufnahmen von Gardels markanter, schmachtender Stimme in eine Klangwelt, in die ihm niemand folgen mag. Claudia, seine Frau, hat sich schon lange von ihm getrennt, nur dergemeinsame Sohn Nuno übernachtet noch manchmal beim Vater, wenn Claudia mit ihrem neuen Freund allein sein möchte. Nuno ist eifersüchtig und mag auch den Vater nicht; Nunos Schmerz und Hilflosigkeit kulminieren schließlich in seiner Heroinsucht, an der er letzlich stirbt und aus der ihn auch die halbherzigen Versuche der Verwandtschaft nicht herausholen können. An den familiären Verstickungen ändert das wenig: Aus Schuldgefühlen resultieren neue Zweckbündnisse, immer irrealere Fluchtwelten schränken die tatsächliche Bewegungsfreiheit ein. Besonders Alvaro verteidigt seine Obsession gegen die Umwelt, bis ihm eines Tages Carlos Gardel leibhaftig gegenüberzutreten scheint.

Beschreibung

Alvaro ist ein besessener Bewunderer des Tangosängers Carlos Gardel. Er sammelt Andenken an sein längst verstorbenes Idol und hüllt sich mit Hilfe alter Tonbandaufnahmen von Gardels markanter, schmachtender Stimme in eine Klangwelt, in die ihm niemand folgen mag.
Claudia, Alvaros Frau, hat sich schon lange von ihm getrennt, nur der gemeinsame Sohn Nuno übernachtet noch manchmal beim Vater, wenn Claudia mit ihrem neuen Freund allein sein möchte. Nuno ist eifersüchtig auf ihn und mag auch den Vater nicht; Nunos Schmerz, Unglück und Hilflosigkeit kulminieren schließlich in seiner Heroinsucht.
Die Verwandten unternehmen zwar halbherzige Versuche, dem Jungen zu helfen, letztlich wären sie aber froh, von ihm und auch voneinander loszukommen. Doch als Nuno stirbt, ändert das wenig an den Verstrickungen, in denen sich die Familie verfangen hat: Aus Schuldgefühlen resultieren neue Zweckbündnisse, immer irrealere Fluchtwelten schränken die tatsächliche Bewegungsfreiheit ein. Besonders Alvaro verteidigt seine Obsession gegen die Umwelt, bis ihm eines Tages Carlos Gardel sogar leibhaftig gegenüberzutreten scheint.
Das Drehen der Figuren um sich selbst, die komplexe und aus vielen Wechseln bestehende Bewegung des Tangos und dessen innere Spannung hat António Lobo Antunes meisterhaft in eine literarische Form übersetzt.

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