Rezension:
"Der Virtuose des Konkreten" (Dieter E. Zimmer, Die Zeit)
Kurzbeschreibung:
"Der Leser muss das Gefühl haben, selbst am Schauplatz der Ereignisse zu sein", sagt Garcia Marquez. Und dieses Gefühl der Unmittelbarkeit stellt sich bei diesen Reportagen sofort ein, ob der Autor nun über den ersten und für ihn so entscheidenden Besuch in Havanna schreibt oder über den Tod Allendes in Chile, über das zerstörte Vietnam und den Wiederaufbau dort oder über die politischen Ereignisse in Nicaragua und Panama. Die politische Welt des Garcia Marquez' - von Kolumbien bis Angola, von Kuba bis Spanien und Portugal - mit ihren Helden und Märtyrern, ihren Hoffnungen und Enttäuschungen - entsteht lebendig und packend in diesen Texten. Sein Denken und sein Engagement sowie seine scharfe journalistische Beobachtungsgabe spiegeln sich in den Schilderungen von Begegnungen mit Politikern oder in Interviews mit Zeitzeugen wie Regis Debray.Die glänzend erzählten, bisher in Europa unveröffentlichten Reportagen des Literatur-Nobelpreisträgers sind "in Melancholie getaucht" (El Pa is) und zeigen die andere Seite von Garcia Marquez' literarischem Schaffen.