Kurzbeschreibung:
David Camdens Wettlauf mit der Zeit.
Mit Spannung erwartet: Teil 4 von Ralf Isaus Jahrhundert-Roman: 1958-2000. Ab 14 Trotz aller Rückschläge gibt das Jahrhundert-Kind David Camden nicht auf, die Verschwörung des Kreises der Dämmerung zu zerschlagen. Lange Zeit sieht es so aus, als würde David den Kürzeren ziehen, bis er schließlich Lord Belial, dem Initiator der Verschwörung, Auge in Auge gegenübersteht und Ralf Isaus phantastisch-historische Jahrhundert-Tetralogie ein fulminantes, völlig überraschendes Ende findet. Autorenporträt:
Ralf Isau wurde 1956 in Berlin geboren. Er arbeitet neben dem Schreiben als Computer-Fachmann und lebt mit seiner Familie in der Nähe von Stuttgart. Da der Umgang mit seelenlosen Maschinen seinen Gedanken die Farbe nimmt, wie er sagt, sucht und findet er schon lange seine Freiräume in der phantastischen Literatur. Anfangs folgte er noch anderen Autoren in die von ihnen geschaffenen fremden Welten, seit 1988 schreibt er selbst und eroberte sich mit seinen bei Thienemann erschienenen Romanen rasch eine ständig wachsende Fan-Gemeinde. Leseprobe:
"Das war knapp", keuchte Lorenzo.
"Noch sind wir nicht draußen. Sollte uns nicht schnell etwas einfallen, werden wir hier unten ausgeräuchert. Und selbst wenn wir irgendwie hinauskommen, warten oben die Kerle mit ihren Flinten auf uns."
"Ein Hausherr sollte sich in seinen eigenen vier Wänden besser auskennen als irgendwelche 'Kerle'!", entgegnete Lorenzo verächtlich.
"Soll das heißen, es gibt hier noch einen zweiten Ausgang?"
"Warte!" Lorenzo nahm eine Grubenlampe von der Wand, fischte sich aus den glimmenden Trümmern einen langen Holzsplitter und setzte damit den Docht in Brand. Nachdem er das Schutzglas über die Flamme gestülpt hatte, sagte er: "Es kann losgehen. Bleib dicht hinter mir."Der Gewölbekeller des Pfarrhauses besaß mehrere Räume. Sie betraten den vorletzten im Gang, verfolgt von dichtem Rauch. Bis unter die Decke stapelte sich die Kirchengeschichte der vergangenen Jahrhunderte. An der Rückwand des Raumes hing ein schimmeliger Gobelin. Lorenzo verlor keine Zeit. Er riss den Wandteppich herab und legte eine schwere Eisentür frei, die sich nur unter einem qualvollen Ächzen öffnen ließ. Dahinter befand sich ein weiterer Gang. Lorenzo schob David hinein und zog schnell wieder die Tür zu, um den nachströmenden Qualm abzuhalten.Anfangs waren die Wände des Tunnels sogar verputzt, aber schon nach wenigen Metern sah er fast wie ein Bergwerksstollen aus. "Da geht's zur Kirche hinauf", kommentierte Lorenzo eine Abzweigung.
"Und da?", fragte David, in die dunkle Tiefe deutend.
"Du hast doch sicher schon von den Katakomben der ersten Christen gehört?"
"Natürlich."
Lorenzo lächelte grimmig. "Na, dann herzlich willkommen in Roms Unterwelt."
Leseprobe:
"'Das war knapp', keuchte Lorenzo.
'Noch sind wir nicht draußen. Sollte uns nicht schnell etwas einfallen, werden wir hier unten ausgeräuchert. Und selbst wenn wir irgendwie hinauskommen, warten oben die Kerle mit ihren Flinten auf uns.'
'Ein Hausherr sollte sich in seinen eigenen vier Wänden besser auskennen als irgendwelche Kerle'!' entgegnete Lorenzo verächtlich.
'Soll das heißen, es gibt hier noch einen zweiten Ausgang?'
'Warte!' Lorenzo nahm eine Grubenlampe von der Wand, fischte sich aus den glimmenden Trümmern einen langen Holzsplitter und setzte damit den Docht in Brand. Nachdem er das Schutzglas über die Flamme gestülpt hatte, sagte er: "Es kann losgehen. Bleib dicht hinter mir.'
Der Gewölbekeller des Pfarrhauses besaß mehrere Räume. Sie betraten den vorletzten im Gang, verfolgt von dichtem Rauch. Bis unter die Decke stapelte sich die Kirchengeschichte der vergangenen Jahrhunderte. An der Rückwand des Raumes hing ein schimmeliger Gobelin. Lorenzo verlor keine Zeit. Er ri ss den Wandteppich herab und legte eine schwere Eisentür frei, die sich nur unter einem qualvollen Ächzen öffnen ließ. Dahinter befand sich ein weiterer Gang. Lorenzo schob David hinein und zog schnell wieder die Tür zu, um den nachströmenden Qualm abzuhalten.
Anfangs waren die Wände des Tunnels sogar verputzt, aber schon nach wenigen Metern sah er fast wie ein Bergwerksstollen aus. 'Da geht's zur Kirche hinauf', kommentierte Lorenzo eine Abzweigung.
'Und da?', fragte David, in die dunkle Tiefe deutend.
'Du hast doch sicher schon von den Katakomben der ersten Christen gehört?'
'Natürlich.'
Lorenzo lächelte grimmig. 'Na, dann herzlich willkommen in Roms Unterwelt.' ..."