Lesen Sie die geheimen Dokumente zu Schlingensiefs "WIEN-PUTSCH" Anfang dieses Jahrtausends. Lesen Sie Anklageschriften wegen Volksverhetzung, Leserbriefe von SS-Führern, einen Solidaritätsbrief von Luc Bondy und Theoretisierungsversuche von Jelinek, Sloterdijk, Diederichsen, Hegemann, Gächter, Thurnher, Seeßlen und einen Feldforschungsbericht von Bierbichler. Und als Bonus ein Geheimgespräch zwischen Alexander Kluge und Christoph Schlingensief über Miniroboter, Bayreuth, IMAX, den ewigen 68er, Größenwahn und die 6. Armee von Paulus.
Dieses Collagenbuch dokumentiert Christoph Schlingensiefs spektakuläre Container-Aktion in Wien - die gegen Jörg Haider und die FPÖ gerichtete Variante von "Big Brother". Eine CD-ROM des InternetFernsehens webfreetv.com liegt exklusiv der ersten Auflage bei.
Christoph Schlingensief, geboren 1960 in Oberhausen, Studium der Philologie in München. Seit Anfang der 80er-Jahre dreht Schlingensief Filme, mit der Deutschlandtrilogie (1989-1992) wird er einer größeren Öffentlichkeit bekannt ("100 Jahre Adolf Hitler", "Das deutsche Kettensägenmassaker", "Terror 2000", zuletzt "African Twintowers"). In den 90er-Jahren Hausregisseur an der Berliner Volksbühne (u.a. "Kühnen 94", "Rocky Dutschke, 68", "Berliner Republik"). Ab 1997 verwirklicht er aktionistische Projekte auch außerhalb des Theaters (u.a. "Mein Filz, mein Fett, mein Hase", die Container-Aktion "Bitte liebt Österreich" und "Church of Fear"). Anlässlich der Bundestagswahl 1998 gründet Schlingensief die Partei "Chance 2000". In Bayreuth inszeniert er 2004 mit "Parsifal" seine erste Oper. Jüngste Inszenierungen: das Fluxus-Oratorium "Kirche der Angst vor dem Fremden in mir", die Readymade-Oper "Mea culpa" und "Sterben lernen". Seit einem Jahr arbeitet er, zusammen mit dem Architekten Francis Kéré, mit großem Enthusiasmus an der Realisierung eines Operndorfs im westafrikanischen Burkina Faso.www.schlingensief.com, www.festspielhaus-afrika.com
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