"Nilpferd in Burgunder" ist kein tierfreundliches Rezept, aber der Lottogewinner Erwin Lindemann ist seit 66 Jahren Rentner, und beide Kuriositäten verdanken wir Loriot. Sein kleines Brevier mit Szenen und Zeichnungen bringt viel Freude ins Haus. Brigitte
Loriots Zeichnungen und Texte widmen sich mit analytischem Scharfsinn und Witz allen existentiell bedeutsamen Bereichen des modernen Lebens. Die behandelten Themen: Der Mitmensch - Szenen einer Ehe - Sport - Tourismus - Aus dem Berufsleben - Kultur und Fernsehen - Wissenschaft, Technik und Verkehr - Politik und Kapital - Das Tier als solches.
Loriot, eigentlich Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, kurz Vicco von Bülow, wurde am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel geboren. Sein Vater ist preußischer Offizier, seine Mutter starb früh. Von Bülow wuchs bei Großmutter und Urgroßmutter in Berlin auf, bis die Familie 1938 nach Stuttgart zog. Dort besuchte er ein humanistisches Gymnasium, das er 1941 mit Notabitur verließ. Er begann in der Familientradition eine Offizierslaufbahn, es folgte ein dreijähriger Militäreinsatz an der Ostfront in Russland. Nach dem Krieg arbeitete er kurzzeitig als Holzfäller in Niedersachsen, 1946 legte er das Abitur ab. Von 1947 bis 1949 studierte er Malerei und Grafik an der Kunstakademie (Landeskunstschule) in Hamburg. Nach dem Abschluss legte er erste Arbeiten als Werbegrafiker vor und erfand das charakteristische "Knollennasenmännchen". Ab 1950 war von Bülow als Cartoonist zunächst für das Hamburger Magazin "Die Straße", im Anschluss für den "Stern" tätig.
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