Kurzbeschreibung:
Starkes Interesse an Personen, die mit Exkrementen oder Torturen zu tunhaben, deuten früh auf ungewöhnliche Neigungen des Ich-Erzählers, der beiseiner Großmutter aufwächst. Im Verlauf seiner weiteren körperlichen Entwicklung,bei der er u. a. seine erste Ejakulation im Anblick des Märtyrerbilds desheiligen Sebastian von Guido Reni erlebt, wird er sich seiner sado-masochistischenFixierung und seiner Homosexualität bewusst. Zwar begehrt er einen Mitschüler,in der Öffentlichkeit bemüht er sich aber um Mädchen. Er befreundet sichmit Sonoko, der Schwester eines Freundes, mit der er einen ersten Kussaustauscht. Als der Krieg zu Ende ist, versucht er seine >>Jungfernschaft<
Beschreibung:
Der große japanische Autor Yukio Mishima stellt in seinem Roman mit analytischer und erzählerischer Kraft ein Seelendrama dar: die allmähliche Selbstentdeckung eines Außenseiters, eines Homosexuellen. In der Rückschau des Erzählers, die die eigene Kindheit und Jugend erforscht, werden frühe Züge seiner Veranlagung deutlich. Die ersten berührungen mit dem anderen Geschlecht werden durch ein Gefühl der Befremdung, der kritischen Distanz irritiert. Um zu der Welt des Normalen eine Beziehung herzustellen, greift er zur Maske. Die Maske ist ihm aber nicht Mittel zur Täuschung und Möglichkeit des Verstecks, sondern der Versuch, eine neue Identität zu gewinnen: er befreundet sich mit dem Mädchen Sonoko und denkt an Heirat. Aber zugleich wird er sich bewußt, daß seine Veranlagung unüberwindlich ist. Der Roman mit autobiographischen Zügen gilt als ein bedeutendes Zeugnis der poetischen Kraft Yukio Mishimas.