Chansons, Gedichte, Epigramme und Feuilletons. Eine bitterböse Analyse der ersten vier Jahre nach Gründung der Bundesrepublik. Die ersten Jahre der Bundesrepublik Deutschland sind geprägt vom sogenannten Wirtschaftswunder. Der Krieg scheint vergessen, die Rüstungsindustrie saniert sich, und es werden neue Kasernen gebaut. Der Wind weht bereits wieder aus einer ganz bestimmten Richtung. Die jüngste Vergangenheit wird verdrängt, und eine gefährliche Vergeßlichkeit greift um sich.
Unerbittlich und mit beißendem Zynismus analysiert Erich Kästner in den hier gesammelten Chansons, Glossen und Feuilletons aus den Jahren 1949-1952 die »Entwicklung« der jungen Republik. »Die große Freiheit ist es nicht geworden...«
Erich Kästner, geboren am 23. Februar 1899 in Dresden, studierte nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Geschichte und Philosophie. Neben seinen schriftstellerischen Tätigkeiten war Kästner Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen. Von 1945 bis zu seinem Tode am 29. Juli 1974 lebte Kästner in München und war dort u.a. Feuilletonchef der "Neuen Zeitung". 1957 erhielt er den Georg-Büchner-Preis.
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