Paris zu Beginn des Jahrhunderts. Eine Gruppe junger Gymnasiasten will der großbürgerlichen Scheinwelt der Elternhäuser
entfliehen, erwachsen werden auf dem Gebiet der Moral, der Kunst, der Erotik. Die zynische Eleganz der literarischen Welt
erweist sich als verführerische Droge: Da ist Robert de Passavant, Erfolgsschriftsteller mit homosexuellen Neigungen; und
da ist Edouard, Onkel eines der Jungen, aus dessen Tagebuchnotizen wir einen Großteil der Geschichte erfahren. Diese Notizen
sind Vorarbeiten zu einem Roman mit dem Titel - "Die Falschmünzer" ...
So beginnt das Spiel mit dem Leser. Doch der "Roman im Roman" ist nur ein Teil des erzählerischen Raffinements. Aus Briefen,
Dialogprotokollen, Berichten entsteht ein spannendes Rätsel, das den Spürsinn herausfordert wie ein Detektivroman. Schließlich
geht es nicht nur um intellektuelle Falschmünzerei, sondern um wirkliches Falschgeld und um einen mysteriösen Selbstmord.
"Die Falschmünzer" (1925) sind ein kühnes Experiment. Über die Entstehung jenes Meilensteins in der Geschichte des modernen Romans
berichtet Andre Gide im "Tagebuch der Falschmünzer" (1926).
Andre Gide (1869-1951) wurde streng puritanisch erzogen und setzte sich später rückhaltlos für die Freiheit des Individuums gegenüber
Kirche, Konvention und Moral ein. Das Gesamtwerk des Nobelpreisträgers von 1947 steht neben dem der großen literarischen Innovatoren
des 20. Jahrhunderts wie Proust, Musil und Joyce.
André Gide (1869-1951) wurde streng puritanisch erzogen und setzte sich später rückhaltlos für die Freiheit des Individuums gegenüber Kirche, Konvention und Moral ein. Das Gesamtwerk des Nobelpreisträgers von 1947 steht neben dem der großen literarischen Innovatoren des 20.Jahrhunderts wie Proust, Musil und Joyce.
€ 12,50