Kurzbeschreibung:
In seinem zweiten Gedichtband "Nach den Feuern" stilisiert David Jäger alltägliche Begebenheiten zu einem abstrakten Sprachfluss von Bildern, die von fernen Orten, wilden Farben und Naturmythen sprechen. Tiere, Pflanzen und menschlicher Trieb werden zu einer keuschen Landschaft gewoben, in der das lyrische Ich seine Leidenschaften von Ferne betrachtet, ohne sich von ihnen lösen zu können. Nach den Feuern beschreibt den Prozess einer Läuterung - einer Läuterung, die sich weder kühl noch dürr gibt, sondern den Formwillen eines Steinmetzes in Worten erkennen lässt. David Jägers Gedichte verschlingen ihren Erschaffer nicht, sie erkennen ihn als ihren Meister: Erahnt am Morgen Nimmlust, scharf und
Kantenhaft in den Augen
Der vermuteten Zeit Lautlos flackernd um die
Wortschere schöpfst du
Aus dem Hautquell Das Meer erdet sich
Fester von Steg zu Steg
Umrodet ein Zweig
Vom Stimmband der Stille.