Eines der kompliziertesten Probleme der Deutschen Einheit war die Gestaltung einer neuen Sicherheitspolitik und die Klärung der Bündniszugehörigkeit künftiger deutscher Streitkräfte. Entgegen mancher Hoffnungen bei den Betroffenen gab es nicht zwei Armeen in einem Land, sondern die NVA verschwand mit der DDR. Ein Teil der im Oktober 1990 noch verbliebenen Soldaten wurde in die Bundeswehr übernommen, wo noch heute ca. 10000 von ihnen ihren Dienst versehen. Im vorliegenden Band werden die komplexen Hintergründe der Geschehnisse, die Hoffnungen, Planungen und Ergebnisse des Epochenjahres 1989/90 von Wissenschaftlern analysiert und im Gespräch mit Zeitzeugen aus West und Ost rekonstruiert. Namhafte Mithandelnde beteiligten sich an dieser Retrospektive, u.a. Werner E. Ablaß, Karl-Heinz Carl, Manfred Grätz, Theodor Hoffmann, Karl-August Kamilli, Gerd König, Markus Meckel, Jürgen Ruhfus, Werner von Scheven, Dieter Wellershoff, Willy Wimmer Egon Bahr und Rainer Eppelmann.
Das Ende der DDR war auch das Ende der Nationalen Volksarmee. Hintergründe, Planungen und Ergebnisse des sicherheitspolitischen Einigungsprozesses analysiert der vorliegende Band.
Hans Ehlert. Jahrgang 1947, Eintritt in die Bundeswehr 1967, Ausbildung zum Offizier, seit 1974 Studium der Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Politikwissenschaft und Völkerrecht in Bonn, 1981 Promotion.
€ 24,90