Die erste umfassende Gesamtdarstellung zum Thema Menschenopfer von der Frühgeschichte bis zur Gegenwart.
In dem vorliegenden Band geht der Archäologe Dr. Michael M. Rind einem grausam erscheinenden Phänomen nach, dessen blutige Spur sich durch die gesamte Geschichte der Menschheit und durch alle Religionssysteme der Welt zieht: die Opferung eines lebenden Menschen.
Wie das Phänomen selbst, so wiederholen sich auch die Tötungsrituale in allen Kulturen. Sie reichen vom Ertränken über Enthauptung, Erdrosselung, Erstechen, Erhängen bis zum Verbrennen. Der Autor befasst sich aber nicht nur mit den Menschenopfern der Vor- und Frühgeschichte und der Antike. Er macht diesen Kult der Grausamkeit auch in der Gegenwart deutlich, angefangen von immer wiedervereinzelt auftretenden Fällen von Kannibalismus bis hin zur Witwenverbrennung und den Totenhochzeiten. Den Gedanken des freiwilligen oder unfreiwilligen Opfertodes, hat sich auch unsere moderne Kultur als einen Akt der Hochherzigkeit bewahrt. Das sorgfältig angelegte Fundstellenverzeichnis zeigt, an welchen Stellen, Plätzen und Orten bis zum frühen Mittelalter in Deutschland und angrenzenden Gebieten Menschen geopfert wurden. Schließlich macht eine umfangreiche Bibliographie deutlich, dass die Untersuchungen über Menschenopfer inzwischen eine eigene Forschungsgeschichte besitzen. Während noch bis zur Mitte unseres Jahrhunderts eher leichtfertig mit dem Quellenmaterial umgegangen wurde, hat die neueste Forschung die Grenze zwischen historischen Fakten und Glauben schärfer gezogen.
Ein informatives und gut lesbares Buch über die Jahrtausende alte Geschichte menschlicher Grausamkeit.
Michael Rind, geb. 1959 in Duisburg, Studium der Vor- und Frühgeschichte, klassischen Archäologie und Volkskundein Münster. Mitarbeit an diversen Ausgrabungen. Dissertation über die "Urnenfelderzeitliche Siedlung von Dietfurt/Oberpfalz" (1987), erschienen in der renommierten Reihe "British Archaeological Report - International Series". Publikationstätigkeit im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. von 1989-92 Leiter des Grabungsbüros Kelheim / Niederbayern. Seit 1993 Leiter der Kreisarchäologie Kelheim.
Die erste umfassende Gesamtdarstellung zum Thema Menschenopfer von der Frühgeschichte bis zur Gegenwart.
In dem vorliegenden Band geht der Archäologe Dr. Michael M. Rind einem grausam erscheinenden Phänomen nach, dessen blutige Spur sich durch die gesamte Geschichte der Menschheit und durch alle Religionssysteme der Welt zieht: die Opferung eines lebenden Menschen.
Wie das Phänomen selbst, so wiederholen sich auch die Tötungsrituale in allen Kulturen. Sie reichen vom Ertränken über Enthauptung, Erdrosselung, Erstechen, Erhängen bis zum Verbrennen. Der Autor befaßt sich aber nicht nur mit den Menschenopfern der Vor- und Frühgeschichte und der Antike. Er macht diesen Kult der Grausamkeit auch in der Gegenwart deutlich, angefangen von immer wieder vereinzelt auftretenden Fällen von Kannibalismus, bzw. Notkannibalismus, bis hin zur Witwenverbrennung und den Totenhochzeiten. Den Gedanken des Opfertodes, freiwillig oder unfreiwillig erlitten, hat sich auch unsere moderne Kultur als einen Akt der Hochherzigkeit bewahrt.
Das sorgfältig angelegte Fundstellenverzeichnis zeigt, an welchen Stellen, Plätzen und Orten bis zum frühen Mittelalter in Deutschland und angrenzenden Gebieten Menschen geopfert wurden. Schließlich macht eine umfangreiche Bibliographie deutlich, daß die Untersuchungen über Menschenopfer inzwischen eine eigene Forschungsgeschichte besitzen. Während noch bis zur Mitte unseres Jahrhunderts eher leichtfertig mit dem Quellenmaterial umgegangen wurde, hat die neueste Forschung die Grenze zwischen historischen Fakten und Glauben schärfer gezogen.
Ein informatives und gut lesbares Buch über die Jahrtausende alte Geschichte menschlicher Grausamkeit.
Michael Rind, geb. 1959 in Duisburg, Studium der Vor- und Frühgeschichte, klassischen Archäologie und Volkskunde in Münster. Mitarbeit an diversen Ausgrabungen. Dissertation über die "Urnenfelderzeitliche Siedlung von Dietfurt/Oberpfalz" (1987), erschienen in der renommierten Reihe "British Archaeological Report - International Series". Publikationstätigkeit im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. von 1989-92 Leiter des Grabungsbüros Kelheim / Niederbayern. Seit 1993 Leiter der Kreisarchäologie Kelheim.
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