Aber die Hoffnungen zerplatzen, weil das Erbe - die Confiserie Morawe am Kurfürstendamm - nurmehr ein Mythos seiner selbst ist, überaltert und abbruchreif. An seinen traditionsreichen Namen, an die Aussicht auf die Erbschaft knüpfen sich Gier und Habsucht, Spekulation und kühne Pläne, Betrug und Kriminalität. Eine in jeder Hinsicht bunte Gesellschaft kommt zusammen, Intrigen werden gesponnen, jeder versucht, für sich selbst das Beste herauszuholen.
Kessels großartiger Roman über das Berlin der frühen sechziger Jahre ist turbulent und temperamentvoll, witzig und zeitkritisch: ein großes Lesevergnügen.
"Der enorm stilsichere Fabulierer Martin Kessel entwirft ein Szenario von hinreißender Geschwätzigkeit, in der die Protagonisten mit großer Geste und glühendem Welterneuerungspathos schwadronieren. Triefend von Spott werden Frauenträume ins Groteske verzerrt." (Nürnberger Nachrichten)
Martin Kessel (1901 - 1990) studierte in Berlin, München und Frankfurt Germanistik, Philosophie sowie Musik- und Kunstwissenschaft, promovierte 1923 und lebte als freier Schriftsteller in Berlin. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Kleist-Preis 1926, dem Georg-Büchner-Preis 1954, dem Fontane-Preis 1960 und dem Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 1961.
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