"Titel und Untertitel dieses Buches lassen viele den Kopf schütteln. Harte Männer meinen, das fehlte ihnen gerade noch, Angst vor den ¿Weibern¿ zu haben. Und Frauen sagen, still oder laut, umgekehrt sei es richtig: Männer machen uns Angst, Tag für Tag. Sie geben vor, uns zu lieben, doch sie verachten uns - und kommen doch nicht los. Wenn jemand ein Fehler der Natur ist, dann der Mann. Jetzt schüttle ich den Kopf und sage nein. So angepaßt sind sie alle, daß sie nicht einmal mehr merken, wie die Dinge liegen. So zugerichtet ist ihr Denken und Fühlen. Gewiß stimmt manches an dem, was sie sagen. Männer jagen oft Angst ein, werden laut, schrill, gewalttätig. Aber warum das so ist, wird weniger laut gefragt und schon gar nicht gesagt. Das hat mich geärgert. Offensichtlich soll etwas verdrängt werden. Aber was? Die Angst der Männer vor den Frauen. Die Tragik, begehren zu müssen, was man verachtet (H. de Montherlant)."
Horst Herrmann, geboren 1940, war von 1970 bis 1981 Professor der Theologie an der Universität Münster. 1975 wurde ihm wegen seiner Kritik an der Kirche die krichliche Lehrerlaubnis entzogen (der erste Fall in der Bundesrepublik). Von 1981 bis 2006 lehrte er Soziologie. Er gilt als der profilierteste Vertreter seines Fachgebiets und hat sich in vielen Publikationen mit der Geschichte der katholischen Kirche beschäftigt.
€ 12,00