Der historische Jesus von Nazaret muss eine Persönlichkeit gewesen sein, die Menschen seiner Zeit begeisterte und bereits damals Schriftsteller - die Evangelisten - dazu motivierte, ein Bild seines Lebens zu zeichnen. Durch zwei Jahrtausende hindurch hat der Begründer des Christentums Künstler, Denker und Mystiker fortan dazu angeregt, sich ein eigenes Jesus-Bild zu erschaffen. Die Jesus-Figur wurde zur Projektionsfläche für Ideen und Sehnsüchte der jeweiligen Kultur. Sie gibt in ihrer jeweiligen Gestalt aber nicht nur Auskunft über den Schöpfer und seine Epoche; umgekehrt erschließt sich dem Glaubenden in diesen Interpretationen jener Mensch, Jesus selbst, der durch seinen kulturellenAbstand oft so fremd wirkt, wie sich das religiöse Gefühl ihn nahe wünscht.Udo Körner gestaltet in seinem Buch ein Jesus-Mosaik, das weit ab von Plattitüden oder einfältiger Frömmelei einen anziehenden und irritierenden, einen inspirierenden und infragestellenden, eben einen lebendigen Menschen zeigt, der auch heute Menschen in seinen Bann zu schlagen vermag.
Der historische Jesus von Nazaret muss eine Persönlichkeit gewesen sein, die Menschen seiner Zeit begeisterte und bereits damals Schriftsteller – die Evangelisten – dazu motivierte, ein Bild seines Lebens zu zeichnen. Durch zwei Jahrtausende hindurch hat der Begründer des Christentums Künstler, Denker und Mystiker fortan dazu angeregt, sich ein eigenes Jesus-Bild zu erschaffen. Die Jesus-Figur wurde zur Projektionsfläche für Ideen und Sehnsüchte der jeweiligen Kultur. Sie gibt in ihrer jeweiligen Gestalt aber nicht nur Auskunft über den Schöpfer und seine Epoche; umgekehrt erschließt sich dem Glaubenden in diesen Interpretationen jener Mensch, Jesus selbst, der durch seinen kulturellen
Abstand oft so fremd wirkt, wie sich das religiöse Gefühl ihn nahe wünscht.
Udo Körner gestaltet in seinem Buch ein Jesus-Mosaik, das weit ab von Plattitüden oder einfältiger Frömmelei einen anziehenden und irritierenden, einen inspirierenden und infragestellenden, eben einen lebendigen Menschen zeigt, der auch heute Menschen in seinen Bann zu schlagen vermag.
"In der zunehmenden Versuchung, in den gängigen Methoden pastoraler Verkündigung Jesus den Menschen "allzu glatt" anzubieten, aus ihm nur den "guten Menschen" und freundlichen Kumpel zu machen, der von niemandem und von keinem ernsthaft Änderung des Lebens verlangt, wirkt das kleine Buch wie eine Gewissenserforschung. Es regt nicht nur zum Nachdenken an, sondern bewahrt - wenn man sich drauf einlässt - vor selbstgefälligen Sprüchen und Floskeln."
Kirchenzeitung Köln
Aus dem Inhalt:
Sören Kierkegaard und der geringe Jesus
Friedrich Nietzsche und der todessüchtige Jesus
Rainer Maria Rilke und der anspruchsvolle Jesus
Dietrich Bonhoeffer und der mitleidende Jesus
Matthias Claudius und der glaubwürdige Jesus
Arno Schmidt und der belanglose Jesus
Paul Celan und der königliche Jesus
Bertold Brecht und der schöne Jesus
Jean Paul und der gott-lose Jesus
Vincent van Gogh und der künstlerische Jesus
Martin Buber und der brüderliche Jesus
Ignatius von Antoochien und der schweigende Jesus
Udo Körner, geboren 1941, studierte Theologie und Philosophie in Freiburg i. B. und Tübingen. Er war Religionslehrer, Studenten- und Gemeindepfarrer und ist seit 1991 schriftstellerisch und künstlerisch tätig. Er lebt in Heidelberg.
€ 10,90