Mit Urgewalt explodiert die Sprache, gleich einem Wortrausch bricht sichder Rhythmus seine Bahn und schafft neue Wirklichkeiten: Wie Fieberschübekomme das Schreiben von Gedichten ein, zwei Mal im Jahr über ihn, sagtFranzobel. Innerhalb kurzer Zeit entstehen dann ganze Zyklen, die zuerstauswuchern zu ungeheuren Gebilden und dann als "Sprachblumen" erblühen.Aus fünfzehn dieser, seit Anfang der neunziger Jahre geschaffenen Eruptionenhat der "sprachmächtige Verbalerotiker" (Ulrich Weinzierl, Die LiterarischeWelt) erstmals eine Auswahl getroffen.
Franzobel, 1967 in Vöcklabruck/Oberösterreich geboren, arbeitete bis 1991 als bildender Künstler mit gelegentlichen Ausstellungen. Dann schrieb er Romane, Satiren und Theaterstücke. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter 1995 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und 1998 mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor. Er lebt in Wien.
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