Österreichs Weg von der Ersten Republik in die EU
Im Herbst 1918 war der blutige Krieg, den Österreich-Ungarn an der Seite des Deutschen Reichs geführt hatte, endgültig verloren, Kaiser Karl I. verzichtete auf eine Ausübung der Regierungsgeschäfte, die Republik “Deutschösterreich” wurde ausgerufen – der dramatische Beginn eines Staats, den “keiner wollte”, und der trotz Elend, Hunger und Not Lebenswillen und Mut zeigte, zugleich aber auch Schauplatz immer heftiger werdender politischer Auseinandersetzungen wurde, die im Bürgerkrieg vom Februar 1934 ihren Höhepunkt fanden. Mit der Annexion 1938 durch Hitlerdeutschland begann der Terror des NS-Regimes, Hunderttausende Österreicher und Österreicherinnen starben für die Wahnideen Hitlers und seiner Bonzen.
Eindringlich schildert Roman Sandgruber, wie die wiedererstandene Republik 1945 ihre Kräfte neu sammelte und die demokratischen Kräfte gemeinsam für den Wiederaufbau des Staates wirkten, der 1955 durch den Staatsvertrag die Besatzungsmächte abschütteln konnte und in der Folge konsequent seinen Platz in der europäischen Staatengemeinschaft behauptete …
Roman Sandgruber, geboren 1947, Studium an der Universität Wien, seit 1988 o. Univ.-Prof. für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Johannes-Kepler-Universität Linz. Hervorgetreten ist er u. a. durch Forschungen zur alpenländischen Eisenindustrie und zur allgemeinen österreichischen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Im Pichler Verlag erschien von ihm zuletzt die “Illustrierte Geschichte Österreichs”.
Roman Sandgruber: geboren 1947 in Rohrbach in Oberösterreich, Univ.-Prof. für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Linz, über hundert Veröffentlichungen zum engeren Fachbereich der Wirtschafts- und Sozialgeschichte mit Schwerpunkten aus Agrar- und Industrialisierungsgeschichte, Alltags- und Kulturgeschichte, Energie- und Umweltgeschichte und historische Statistik.
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