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Das Duell. Jan Ullrich & Lance Armstrong

   von Alexander Heflik, Sebastian Moll

buch.de-Verkaufsrang:
ISBN-10:
3-936973-11-3
ISBN-13:
978-3-936973-11-2
Erschienen:
06.2003
Ist nicht mehr lieferbar.
Einband:
gebunden
Sonstiges:
zahlreiche meist farbige Fotos. 29 cm
Seitenzahl:
144
Gewicht:
777 g
Erschienen bei:
Covadonga Verlag

Kurzbeschreibung

Texas vs. Rostock

Im Juli 2003 hielt die sportbegeisterte Welt den Atem an: Lance Armstrong und Jan Ullrich lieferten sich in den steilen Rampen des Hochgebirges und auf regennassen Zeitfahrstrecken ein Duell der Extraklasse und machten die Tour de France so spannend wie seit vielen Jahren nicht mehr. 3.426 Kilometer lang fuhren sie Reifen an Reifen, ohne einander auch nur einen Zentimeter preiszugeben. Ganze 15 Sekunden trennten die beiden vor der schweren Pyrenäenetappe nach Luz-Ardiden, die erst den Favoriten Armstrong kurzzeitig am Boden sah und dann von dessen Widersacher eine große Geste des modernen Sports...

Beschreibung

Nichts macht den Sport aufregender als große Zweikämpfe - Mann gegen Mann, Angesicht zu Angesicht. Warum aber ist das so? Warum lassen sich Millionen rund um den Erdball immer wieder in den Bann sportlicher Duelle ziehen? Dieser Frage gehen die beiden Sportjournalisten Sebastian Moll und Alexander Heflik in ihrem ersten gemeinsamen Buch auf den Grund - am Beispiel von Lance Armstrong und Jan Ullrich, den beiden überlegenen Radsportlern unserer Generation.

Moll und Heflik schlagen den Boden von der an Zweikämpfen so reichen griechischen Mythologie zu den Ringschlachten des Muhammed Ali und dem sportlichen Showdown der Systeme in Zeiten des Kalten Krieges. Sie lassen all die großen Duelle grundverschiedener Charaktere wiederaufleben, die der Tour de France ihren Stempel aufgedrückt haben: Fausto Coppi gegen Gino Bartali, Jacques Anquetil gegen Raymond Poulidor, Bernard Hinault mit und doch gegen Greg LeMond...

Vor allem aber widmen sich Moll und Heflik der stets von großem gegenseitigen Respekt geprägten Rivalität zwischen Armstrong und Ullrich. Sie schildern den so unterschiedlichen Werdegang der beiden Protagonisten, der sie zu beinahe idealtypischen Vertretern ihrer jeweiligen Systeme werden ließ. Dort die »Ich-AG Armstrong«. Der perfektionistische Arbeiter aus der texanischen Kleinstadt, der schon mit 16 Profi wird und nach seiner Krebserkrankung den eigenen Erfolg plant - selbstbestimmt bis zur Egomanie. Hier der »VEB Ullrich«. Das lange bevormundete Ausnahmetalent, das an der Erwartungshaltung einer ganzen Nation zu scheitern droht, mit Übergewicht und Eskapaden negative Schlagzeilen macht, bevor es im Juli 2003 als der »neue Ullrich« wiederaufersteht.

Im Zentrum dieses reich bebilderten Buches im Großformat stehen die bisher drei Auseinandersetzungen auf der wichtigsten Bühne, die der Radsport bietet: Die Tour de France 2000, bei der Armstrong beweist, dass sein Vorjahressieg kein einmaliges Mirakel war, während Jan Ullrich zu ahnen beginnt, dass mit Talent allein das größte Radrennen der Welt nicht zu gewinnen ist. Die Tour 2001, die erneut von Armstrong dominiert wird und Ullrich in eine Lebenskrise stürzt. Die Tour 2003, die zu der spannendsten seit vielen Jahren avanciert, weil Seriensieger Armstrong Nachlässigkeiten zeigt, während Ullrich zu alter Klasse zurückfindet. Im Reportagestil zeichnen Moll und Heflik die Dramaturgie dieser drei Frankreich-Rundfahrten nach und wecken Erinnerungen an viele denkenswerte Etappen, Attacken und Gesten.

Portrait

Alexander Heflik, Jahrgang 1964, ist Sportredakteur bei den Westfälischen Nachrichten in Münster. Er berichtet seit 1998 von der Tour de France - auch für einen Pool regionaler Tageszeitungen, zu denen etwa die Freie Presse Chemnitz, das Flensburger Tageblatt und die Kölnische Rundschau zählen. Alexander Heflik arbeitete unter anderem auch für den Sport-Informations-Dienst und Associated Press. 1997 bereits dritter Preisträger beim Fair Play-Preis für Sportjournalisten, gewann er im Jahr 2001 den Reportage-Preis der Westfälischen Nachrichten. Als Stipendiat war er 1995 im deutsch-niederländischen Journalistenaustauch bei GPD in Den Haag tätig.

Sebastian Moll, Jahrgang 1964, studierte Amerikanistik und Philosophie in Frankfurt und New York. Er lebt als freier Journalist in München und New York und schreibt für Tageszeitungen wie die Financial Times, die Frankfurter Rundschau, die Süddeutsche Zeitung, die TAZ und die Stuttgarter Zeitung sowie für das Fachmagazin Tour. Die Tour des France begleitet er seit Armstrongs erstem Sieg 1999 als Reporter. Als aktiver Rennradfahrer mit durchschnittlich 5.000 bis 7.000 Jahreskilometern ist Sebastian Moll alle berühmten Alpenpässe der Tour de France schon selbst gefahren - mit Gepäck. Die Liebe zum Radsport entdeckte er durch die Lektüre des Blickensdörfer-Romans »Salz im Kaffee« im Alter von 15 Jahren und - durch ehrfurchtsvolle Begegnungen mit Didi Thurau und später Kai Hundertmarck motiviert - bei Ausfahrten in der Umgebung seiner Geburtsstadt Frankfurt.

Sebastian Moll, geboren 1980 in Köln, promovierte an der University of Edinburgh über »The Arch-Heretic Marcion«. Seit 2008 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.



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