Mit 20 Jahren heiratete die aus einem durch Krieg und Vertreibung verarmten Adelsgeschlecht stammende Gloria von Schönburg zu Glauchau und Waldenburg den 34 Jahre älteren Fürsten Johannes von Thurn und Taxis, einen der reichsten Männer Deutschlands. Zunächst rückten ihre extravaganten Auftritte das Leben des deutschen Hochadels verstärkt in den Fokus des öffentlichen Interesses. Mittlerweile hat sich ihr Image vom mondänen Glamour-Girl zur erfolgreichen Unternehmerin gewandelt: Es gelang ihr nach dem Tod ihres Mannes, den verschuldeten Familienkonzern zu konsolidieren; heute ist Gloria eine vehemente Verfechterin des Glaubens und der guten Sitten. Peter Seewald hat die Fürstin zum Interview geladen, und sie spricht zum ersten Mal offen über ihre Kindheit, ihre Ehe und ihr wildes Leben, das sie mit spektakulären Partys im Regensburger Schloss St. Emmeram inszenierte. Herausgekommen ist nicht nur die märchenhaft anmutende Biografie einer zielstrebigen Frau, sondern auch ein Zeitzeugnis ganz besonderer Art.
Peter Seewald, Jahrgang 1954, war bis 1994 Redakteur und Autor bei SPIEGEL, STERN und dem Magazin der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG. Seine zusammen mit Kardinal Joseph Ratzinger herausgegebenen Bücher "Salz der Erde" und "Gott und die Welt" wurden in 16 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschienen von ihm "Die Schule der Mönche" und "Grüß Gott". Als ich begann, wieder an Gott zu denken. Peter Seewald ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt in München.
Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, geboren 1960, lernte fast noch als Teenager Johannes von Thurn und Taxis kennen und heiratete ihn 1980. Nach dem Tod des Fürsten 1990 wurde Sohn Prinz Albert Alleinerbe. Fürstin Gloria verabschiedete sich von Partyleben und wildem Styling und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück, um sich ganz der Aufgabe als Verwalterin des Erbes bis zu Alberts Volljährigkeit widmen zu können. Aufsehen erregte sie nun eher durch ihre unkonventionellen Methoden bei der Sanierung des familieneigenen Firmenimperiums. So schenkte sie dem Bayerischen Staat Schmuck, Silber und Kunstgegenstände im Wert von ca. 20 Millionen Euro, um Steuerschulden auszugleichen. Die Fürstin lebt heute in Rom und Regensburg.
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