Auf unterhaltsame Weise lernt der Leser in dieser Biographie das Schicksal eines nahezu "vergessenen Prinzen" im Spannungsfeld sächsisch-preußischer Auseinandersetzungen kennen: Prinz Albrecht. Als letztes von neun Kindern der legendären Königin Luise, die 1809, ein Jahr nach seiner Geburt, im Königsberger Exil verstarb, wuchs der "kleine Abbat" verwaist inmitten des Hofstaates von Friedrich Wilhelm III. auf. Albrecht blieb immer im Schatten seiner "geschichtemachenden" Geschwister wie Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen (1840-1861) oder Wilhelm I., dem Prinzregenten und späteren Kaiser (1861-1888). Prinz Albrecht war ein Mann, der bürgerliche Freiheiten mehr liebte als das strenge preußische Hofreglement, gegen das er schließlich revoltierte. Er ließ sich gegen den Willen des Bruders und Königs von Prinzessin Marianne der Niederlande scheiden und ertrotzte sich die Wiederverheiratung mit einer nicht standesgemäßen Dame, die man später sogar vom Hof verbannte. Daraufhin verlegte Prinz Albrecht den Familiensitz nach Dresden auf Schloss Albrechtsberg. Mit diesem Bauwerk hinterließ er den Sachsen eine kulturgeschichtliche Kostbarkeit.
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