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Detail-Suche

Die Spiderwick Geheimnisse 02. Gefährliche Suche

von Anne Brauner, Tony DiTerlizzi, Holly Black (Buch)

  • ISBN:3-570-12864-4
  • EAN:9783570128640
  • Veröffentlichungsdatum:August 2004
  • Gewicht in g:373
  • Reihe:Die Spiderwick Geheimnisse
  • Seiten:128
  • Altersangabe:8

Rezension:

"Lemony Snicket für jüngere Leser" USA Today
"Genau die richtige Mischung von Gefahr und Humor für Kinder, die zu jung sind, Harry Potter selbstständig zu lesen" Kirkus Review
Ansprechende Charaktere, ausgewogene Spannung und eine einladende Ausstattung! Publishers Weekly

Kurzbeschreibung:

Irgendwie spukig ist das verwinkelte viktorianische Haus, in das die Zwillinge Jared und Simon mit ihrer Schwester Mallory einziehen. Merkwürdige Dinge geschehen, kleine Bosheiten, die allesamt Jared in die Schuhe geschoben werden. Doch ausnahmsweise ist es nicht Jared, der seiner Schwester im Schlaf die Haare am Bett festknotet und Simons Kaulquappen im Eisfach schockgefriert. Das Haus birgt ein Geheimnis! Versteckte Aufzüge gibt es dort, eine geheime Bibliothek - und ein altes, abgegriffenes Buch, das von magischen Wesen und ihrem Treiben berichtet. Die Geschwister ahnen: In diesem Haus sind sie nicht allein ...





Leseprobe:

Inhaltsverzeichnis:
Liste der ganzseitigen Illustrationen
Ein Brief von Holly Black
Ein Brief von den Grace-Kindern
Karte des Spiderwick-Anwesens und der Umgebung


KAPITEL EINS:
In dem nicht nur ein Kater abhanden kommt
KAPITEL ZWEI:
In dem Verschiedenes unternommen wird.
Unter anderem ein Test
KAPITEL DREI:
In dem Mallory ihr Florett endlich für einen guten Zweck einsetzen kann
KAPITEL VIER:
In dem Jared und Mallory vieles finden, nur nicht das, wonach sie suchen
KAPITEL FÜNF:
In dem herauskommt, welches Schicksal den vermissten Kater ereilte
KAPITEL SECHS:
In dem Jared eine schwierige Entscheidung treffen muss
KAPITEL SIEBEN:
In dem Simon sich selbst übertrifft und ein außergewöhnliches neues Haustier findet
Über Tony DiTerlizzi und Holly Black


Karte des Spiderwick-Anwesens und der Umgebung
Das Haus sah so mies aus, wie Jared sich fühlte.
»Hey, großartig, das mit dem Nachsitzen, du Vollidiot.«
Das kleine Wichtelmännchen zeigte aufgeregt auf eine Stelle.
Es roch nach Benzin und Schimmel.
Das seltsamste Okular
»Sie kommen direkt auf uns zu.«
Er wurde nach hinten weggezogen.
Alle fünf Kobolde umringten sie.
Es wurde Zeit, Simon zu suchen.
Hier war die Luft anders.
Eins der Wesen landete auf seinem Finger.
Hinter ihr tauchte etwas aus dem Wasser auf.
Ein einzelner brauner Schuh
Düstere Windspiele
»Häute sie zu rohem Fleisch, auf den Spieß steck sie sogleich.«
»Alles klar?«
Die Flammen loderten grün auf.
Er stand am Ufer.
Im hellen Schein des Vollmonds
»Ich tue dir nichts.«
Im Kutscherhaus


Liebe Leser,
in all den Jahren unserer Freundschaft empfanden Tony und ich eine gemeinsame, aus der Kindheit herrührende Begeisterung für Elfen. Wir wussten aber noch nicht, wie wichtig diese Verbindung einmal sein und wie sehr sie auf dem Prüfstand stehen würde.
Eines Tages nahmen Tony und ich – mit einigen anderen Autoren – an einer Signierstunde in einer großen Buchhandlung teil. Als wir alle Bücher signiert hatten, blieben wir noch ein bisschen, halfen beim Wegräumen der Bücher und unterhielten uns, bis plötzlich ein Buchhändler auf uns zukam. Er sagte, für uns sei ein Brief hinterlassen worden. Als ich nachfragte, für wen von uns beiden, antwortete er zu unserer Überraschung: »Für Sie beide.«
Der Brief sah genauso aus wie auf der Abbildung auf der nächsten Seite. Lange Zeit starrte Tony nur auf die Kopie, die dem Brief beilag. Dann stellte er mit gepresster Stimme Überlegungen an, wo der Rest des Manuskripts geblieben sein könnte. In aller Eile schrieben wir eine Nachricht, steckten sie in den Briefumschlag und baten den Buchhändler, ihn den Grace-Kindern zukommen zu lassen.
Kurz darauf lag ein mit rotem Band verschnürtes Paket vor meiner Tür. Wenige Tage danach klingelten die drei Kinder und erzählten mir ihre Geschichte.
Es ist kaum zu beschreiben, was seitdem geschehen ist. Tony und ich mussten in eine Welt eintauchen, an die wir nie wirklich geglaubt hatten. Inzwischen haben wir verstanden, dass Elfen wesentlich vielschichtiger sind als in den Geschichten unserer Kindheit. Um uns herum gibt es eine unsichtbare Welt, und wir hoffen, dass ihr, liebe Leser, einen Blick dafür bekommen werdet.
HOLLY BLACK




Liebe Mrs Black, lieber Mr DiTerlizzi,
ich weiß, dass viele Leute nicht an Elfen glauben. Ich glaube aber daran
und Sie doch auch, oder? Nachdem ich Ihre Bücher gelesen habe, habe
ich meinen Brüdern von Ihnen erzählt, und dann haben wir beschlossen,
Ihnen zu schreiben.
Wir wissen etwas über echte Elfen. Genau genommen wissen wir sogar eine ganze Menge darüber.
Das beiliegende Blatt ist die Kopie einer Seite aus einem alten Buch, das wir auf unserem Speicher gefunden haben. Die Kopie ist nicht besonders gut, weil wir Schwierigkeiten mit dem Kopierer hatten. In dem Buch steht, wie man Elfen erkennen kann und wie man sich am besten vor ihnen schützt.
Wären Sie bereit, dieses Buch Ihrem Verleger zu übergeben? Wenn ja, dann stecken Sie diesen Brief in den Briefumschlag und geben ihn im Laden zurück. Wir werden einen Weg finden, Ihnen das Buch zukommen zu lassen. Es wäre zu gefährlich, es mit der Post zu schicken.
Wir möchten gerne, dass die Leute davon erfahren.
Was uns passiert ist, kann auch jedem anderen passieren.


Mit freundlichen Grüßen
Mallory, Jared und Simon Grace






KAPITEL EINS


In dem nicht nur ein Kater abhanden kommt


Jared Grace stieg am unteren Ende seiner Straße aus dem Spätbus. Von dort ging es bergauf zu dem verfallenen Haus, in dem er mit seiner Familie wohnte, bis seine Mutter etwas Besseres gefunden hatte oder ihre verrückte Tante es zurückhaben wollte. Im Kontrast zu den roten und goldenen Blättern der herabhängenden Zweige am Tor wirkten die grauen Schindeln leblos. Das Haus sah so mies aus, wie Jared sich fühlte.


Gefährliche Suche


Er konnte es nicht fassen, dass er so kurz nach Schulbeginn schon nachsitzen musste.
Es war keineswegs so, als würde er sich nicht anstrengen, mit den anderen Kindern auszukommen. Er war nur nicht besonders gut darin. Heute zum Beispiel. Okay, er hatte ein Wichtelmännchen gemalt, während die Lehrerin sprach, aber aufgepasst hatte er trotzdem – mehr oder weniger. Und sie hätte das Bild wirklich nicht vor der ganzen Klasse hochhalten müssen. Danach hatten die Kinder ihn die ganze Zeit geärgert. Bevor er wusste, wie ihm geschah, war er schon dabei, das Heft eines Jungen zu zerreißen.
Er hatte gehofft, dass sich die Dinge in dieser Schule zum Besseren wenden würden. Seit der Scheidung seiner Eltern war schließlich alles immer schlimmer geworden.
Jared ging in die Küche. Sein Zwillingsbruder Simon saß an dem alten Bauerntisch. Vor ihm stand eine Untertasse mit Milch.
Simon blickte auf. »Hast du Tibbs gesehen?«


Die Spiderwick Geheimnisse


»Ich bin gerade erst nach Hause gekommen.« Jared ging zum Kühlschrank und nahm einen Schluck Apfelsaft. Der Saft war so kalt, dass er Kopfschmerzen bekam.
»Egal, hast du ihn draußen gesehen?«, fragte Simon. »Ich habe ihn schon überall gesucht.«
Jared schüttelte den Kopf. Der blöde Kater, die neueste Errungenschaft in Simons Zoo, interessierte ihn nicht. Noch ein Tier, das gestreichelt oder gefüttert werden wollte oder ihm ausgerechnet dann auf den Schoß sprang, wenn er zu tun hatte.


Gefährliche Suche


Jared verstand nicht, warum Simon und er so verschieden waren. Im Kino konnten eineiige Zwillinge immer so coole Sachen, zum Beispiel mit einem einzigen Blick die Gedanken des anderen lesen. Im wirklichen Leben lief es darauf hinaus, dass Zwillinge höchstens die gleiche Unterhosengröße hatten.
Ihre Schwester Mallory donnerte mit einer großen Tasche, aus der mehrere Florettgriffe herausschauten, die Treppe herunter.
»Hey, großartig, das mit dem Nachsitzen, du Vollidiot.«
Mallory warf sich die Tasche über die Schulter und ging zur Hintertür. »Immerhin hast du diesmal keinem die Nase gebrochen.«
»Erzähl’s bitte nicht Mom, ja?«, flehte Jared.
»Mal sehen. Früher oder später findet sie es sowieso raus.« Mallory zuckte mit den Achseln und rannte über den Rasen vorm Haus. Die neue Fechtmannschaft war offenbar noch ehrgeiziger als die letzte. Mallory trainierte in jeder freien Minute. Das grenzte schon an Besessenheit.
»Ich gehe in Arthurs Bibliothek«, kündigte Jared auf dem Weg zur Treppe an.
»Aber du musst mir helfen, Tibbs zu suchen. Ich habe extra auf dich gewartet.«
»Ich muss überhaupt nichts.« Jared nahm zwei Stufen auf einmal.
Im oberen Flur öffnete er den Wäscheschrank und stieg hinein. Hinter Stapeln ausgeblichener, mit Mottenkugeln voll gestopfter Bettlaken lag die Tür zum Geheimzimmer des Hauses.
Drinnen war es dämmrig, weil nur ein einziges Fenster Licht hineinließ, und es roch muffig nach altem Staub. An den Wänden standen Regale mit modernden Büchern. Ein schwerer Schreibtisch mit alten Papieren und Glasbehältern nahm ebenfalls eine Wand ein. Die geheime Bibliothek von Urgroßonkel Arthur – Jareds Lieblingsplatz.

Autorenportrait:

Holly Black lebt mit ihrer Familie und vielen Tieren in New Jersey. Seit sie 2002 den Roman 'Elfentochter' veröffentlichte, der von der American Library Association als 'Best Book for Young Adults' ausgezeichnet wurde, lebt sie als freischaffende Autorin.

8,50* EUR