Gisela Fleckenstein/Joachim Schmiedl: Ultramontanismus in der Diskussion. Zur Neupositionierung eines Forschungsbegriffs
Victor Conzemius: Vom liberalen zum ultramontanen Katholizismus. Weg der Forschung
Otto Weiß: Ultramontanismus als Lebensforschungsprojekt
Nicole Priesching: Grundzüge ultramontaner Frömmigkeit am Beispiel der „stigmatisierten Jungfrau“ Maria von Mörl
Vincent Viaene: Katholisches Reveil und ultramontane Pietät in Belgien (1815-1860)
Andreas Johannes Kotulla: Lourdes und die Katholiken im Kaiserreich.
Zur Erforschung der Rezeption eines Kultes der ultramontanen Frömmigkeit
Viktoria Pollmann: Ultramontanismus in Polen. Voraussetzungen – Erscheinungsformen – Auswirkungen
In der deutschen historischen Forschung war es lange still um den Ultramontanismus. Es schien, als sei zu diesem Schlagwort alles Wesentliche gesagt. Angeregt durch Untersuchungen zu internationalen Varianten des Ultramontanismus, kam es in den letzten Jahren zu einer Wiederbelebung des Themas in der jüngeren Forschergeneration. Die Formierungsphase des katholischen Milieus im 19. Jahrhundert, für die eine zunehmende Orientierung am römischen, papstzentrierten Katholizismus eine zentrale Rolle gespielt hatte, geriet neu in den Blick. Der Schwerter Arbeitskreis Katholizismusforschung bot auf mehreren Jahrestagungen ein Forum zur Präsentation entsprechender Untersuchungen. Dabei zeigte sich, dass die Ausweitung der deutschen auf die europäische Perspektive nicht nur die Terminologie verändert, sondern auch den Facettenreichtum des Begriffs zum Leuchten bringt. Diese neuen Forschungsansätze werden im vorliegenden Band dokumentiert.
Joachim Schmiedl, Dr. theol., Professor für Kirchengeschichte an der Phil.-Theol. Hochschule Vallendar.
Gisela Fleckenstein, Dr. phil., Historikerin und Archivarin am Landesarchiv NRW, Personenstandsarchiv Brühl.
€ 15,90