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Die Analphabetin. Meridiane, Band 83

   von Agota Kristof

buch.de-Verkaufsrang:
ISBN-10:
3-250-60083-0
ISBN-13:
978-3-250-60083-1
Erschienen:
05.2005
Derzeit nicht lieferbar, Nachdruck folgt.
Aus der Reihe:
«Meridiane»
Einband:
gebunden
Sonstiges:
o.J. 20,5 cm
Seitenzahl:
80
Gewicht:
172 g
Auflage:
3. Auflage
Erschienen bei:
Ammann Verlag
Übersetzer: Andrea Spingler

Beschreibung

Mit diesem literarischen Kleinod erzählt Agota Kristof eindrücklich in elf kurzen prägnanten Kapiteln die Geschichte ihrer Herkunft.



Die frühe und vorerst wohlbehütete, wenn auch bescheidene Kindheit im Kreis ihres Elternhauses in Ungarn, der Vater ein Dorfschullehrer mit mäßigem Einkommen, ihr Heranwachsen während und nach dem Zweiten Weltkrieg, als von einem Tag auf den andern in den Schulen nur noch russisch gesprochen und gedacht werden mußte, die Verhaftung des Vaters, ihre »Kasernierung« in einem staatlichen Internat, der Tod Stalins, anläßlich dessen die Zöglinge angehalten wurden, über den verstorbenen »Großen Freund der Werktätigen« zu schreiben, ihre Flucht im November 1956, als sie zusammen mit ihrem jungen Ehemann einer Handvoll Flüchtlingen ins Ungewisse folgte, schließlich die Ankunft in der Schweiz und damit für sie, wenn auch in Sicherheit, so doch in einer kulturellen Wüste, weil der Sprache nicht mächtig. Durchs Exil zur Analphabetin geworden, mußte sie die für sie neue französische Sprache erlernen. Und so erzählt Agota Kristof ihren persönlichen Weg, der sie zu jener Schriftstellerin gemacht hat, die wir mit ihren Werken verehren.

Kurzbeschreibung

Mit diesem literarischen Kleinod erzählt Agota Kristof eindrücklich in elf kurzen prägnanten Kapiteln die Geschichte ihrer Herkunft. Die frühe und vorerst wohlbehütete, wenn auch bescheidene Kindheit im Kreis ihres Elternhauses in Ungarn, der Vater ein Dorfschullehrer mit mäßigem Einkommen, ihr Heranwachsen während und nach dem Zweiten Weltkrieg, als von einem Tag auf den andern in den Schulen nur noch russisch gesprochen und gedacht werden mußte, die Verhaftung des Vaters, ihre "Kasernierung" in einem staatlichen Internat, der Tod Stalins, anläßlich dessen die Zöglinge angehalten wurden, über den verstorbenen "Großen Freund der Werktätigen" zu schreiben, ihre Flucht im November 1956, als sie ihrem jungen Ehemann zusammen mit einer Handvoll Flüchtlingen ins Ungewisse folgte, schließlich die Ankunft in der Schweiz und damit für sie, wenn auch in Sicherheit, so doch in einer kulturellen Wüste, weil der Sprache nicht mächtig. Zur Analphabetin geworden, mußte sie, die doch mit vier Jahren bereits lesen konnte, mit ihren Kindern erneut lesen und schreiben und die für sie neue französische Sprache erlernen. Und so erzählt Agota Kristof ihren persönlichen Weg, der sie zu jener Schriftstellerin gemacht hat, die wir mit ihren Werken verehren.

Rezension

"Kaum eine Prosaschriftstellerin erzielt mit weniger Wörtern mehr Wirkung als Agota Kristof." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Portrait

Agota Kristof, geboren 1935 in Csikvánd in Ungarn, verließ ihre Heimat während der Revolution 1956 und gelangte über Umwege nach Neuchâtel in die französischsprachige Schweiz, wo sie bis heute lebt. Als Arbeiterin in einer Uhrenfabrik tätig, erlernte sie die ihr bis dahin fremde Sprache und schrieb auf französisch ihre erfolgreichen Bücher, die in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt wurden, am berühmtesten »Das große Heft«. Sie wurde unter anderem 2001 mit dem angesehenen Gottfried-Keller-Preis und 2006 für »Die Analphabetin« mit dem Preis der SWR-Bestenliste ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihr auf Deutsch »Irgendwo«.



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