Es ist Sommer, und Lily ist allein. Sie wird den ganzen Sommer allein sein - zumindest glaubt sie das. Die Tage verbringt sie mit Southern Comfort vor dem Fernseher. Nur früh morgens geht sie ins Studio "Yama Yoga" und harrt dort verkatert und verschlafen in unbequemen Stellungen aus, bis es Zeit ist, sich wieder vor den Fernseher zu begeben ...
Eines Tages hat all das jedoch ein Ende: Lily sitzt gerade im Café, als plötzlich ein alter Mann vor ihr steht - ihr Vater. Er trägt eine Urne unter dem Arm, darin ist die Asche ihrer Mutter. Doch bevor sich Lily mit ihrem Familiendrama auseinander setzen kann, fährt laut heulend ein Streifenwagen vorbei. Im Yogastudio liegt eine Tote. Einer der Vorzeige-Yogini ist in der so genannten Totenstellung das Herz stehen geblieben. Wenige Tage später stirbt eine zweite in derselben Stellung. Der Verdacht fällt natürlich sofort auf die Yogalehrerin Kath - eine Frau, die früher ein erfolgreicher Pornostar war und sich erst kürzlich mit Räucherstäbchen und veganischen Kochbüchern bewaffnet ins Power-Yoga-Geschäft gestürzt hat. Obwohl sich Lily eigentlich um ihren Vater kümmern müsste, löst sie den Fall, beinahe ohne es zu wollen.
Milena Moser, eine "erstklassige Beobachterin" (FACTS), die schon immer mit ihrem scharfen Blick für das ganz normal Skurrile überrascht hat, legt mit "Sofa, Yoga, Mord" einen wunderbar hintersinnigen Roman über das San Francisco der Yoga-Fanatiker, der Gesundheitsapostel und Esoteriker vor.
Milena Moser, geboren 1963 in Zürich, hat eine Buchhändlerlehre absolviert und immer schon geschrieben, zunächst für Schweizer Rundfunkanstalten. 1990 erste Kurzgeschichten, 1991 ihr erster Roman "Die Putzfraueninsel", dessen TV-Verfilmung preisgekrönt wurde. Es folgten weitere erfolgreiche Veröffentlichungen. Die Autorin lebt heute in San Francisco.
€ 7,95