<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 3.2//EN"><html><head><meta name="generator" content="HTML Tidy, see www.w3.org"><title></title></head><body>Von rund 100 Millionen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg gegeneinanderkämpften, gerieten etwa 35 Millionen (also ein Drittel) inGefangenschaft. Renommierte Historiker aus Europa und den USAbeleuchten die Thematik der Kriegsgefangenschaft im und nach demZweiten Weltkrieg. Dabei wird ein Überblick über die Gefangenschaft inder Sowjetunion und im "Dritten Reich" sowie über dasSchicksal von Kriegsgefangenen der Wehrmacht in der Hand derWestalliierten gegeben. Im Anhang findet sich eine umfangreicheBibliographie.</body></html>
Aus dem Inhalt:
Einleitung
Günter Bischof, New Orleans – Stefan Karner, Graz – Barbara Stelzl-Marx, Graz
I. Kriegsgefangenschaft als internationales Forschungsthema
Günter Bischof, New Orleans
Kriegsgefangenschaft als internationales Forschungsthema
Rüdiger Overmans, Freiburg im Breisgau
“Lessons to be learned?”
Erfahrungen des Ersten Weltkrieges
Klaus-Dieter Müller, Dresden
Die Geschichte hat ein Gesicht.
Gemeinsame Anstrengungen Deutschlands und osteuropäischer Staaten zur Klärung des Schicksals sowjetischer und deutscher Kriegsgefangener
II. Kriegsgefangene in sowjetischem Gewahrsam
Valerij Vartanov, Moskau
Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion.
Eine Dokumentenedition des Instituts für Militärgeschichte beim Verteidigungsministerium der Russischen Föderation
Aleksandr Orlov, Moskau
Zur Kommission “Kriegsgefangene, Internierte und Vermisste des Zweiten Weltkrieges” beim Präsidenten der Russischen Föderation
Tamas Stark, Budapest
Ungarische Zivilisten in sowjetischer Gefangenschaft. Ein Sonderfall
Felix Schneider, Wien
“Russland verlässt mich nie”.
Zeitzeugen berichten vom Alltag in sowjetischen Kriegsgefangenenlagern
1941 bis 1956
Igor´ Krjuckov, Stavropol´
Österreichische Kriegsgefangene im Gebiet Stavropol´
Jörg Morré, Bautzen
Umerziehung in sowjetischer Kriegsgefangenschaft.
Deutsche und Österreicher in der “Antifa”
Harald Knoll, Graz
Als Kriegsverbrecher verurteilte österreichische Kriegsgefangene in der Sowjetunion 1944 bis 1953
Vladimir Motrevic, Ekaterinburg
Verurteilte internierte Zivilisten und Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges im Gebiet Sverdlovsk 1949 bis 1956
Andreas Hilger, Hamburg
Skoro domoj?
Die Repatriierungen deutscher Kriegsgefangener aus der UdSSR 1945 bis 1956 im Spannungsfeld von sowjetischer Wirtschafts- und Außenpolitik
Stefan Karner – Peter Ruggenthaler, Graz
Franz Steeg: Der letzte “Heimkehrer” aus ehemaliger sowjetischer Gefangenschaft.
Mit einem Exkurs über Österreicher in sowjetischen Partisaneneinheiten 1941 bis 1944
III. Kriegsgefangene in westalliierter Hand
Neville Wylie, Nottingham
Das “Internationale Komitee vom Roten Kreuz” und die Kriegsgefangenen
Rafael A. Zagovec, Heidelberg
“The Mind of the Enemy”.
Kriegsgefangenenverhöre und die Moralanalysen der angloamerikanischen Aufklärung
Robert Moore, Sheffield
Italienische Kriegsgefangene in britischem und amerikanischem Gewahrsam 1941 bis 1947. Eine vergleichende Sozialgeschichte
Wolfgang Weber, Bregenz
Großbritannien, Österreich – und ein NS-Erbe.
Österreichische Soldaten der deutschen Streitkräfte in britischer Kriegsgefangenschaft 1943 bis 1947
IV. Westliche Kriegsgefangene im “Dritten Reich”
Hubert Speckner, Wien
Kriegsgefangenenlager in der “Ostmark”
Andreas Kusternig, St. Pölten
Zwischen “Lageruniversität” und Widerstand: Französische kriegsgefangene Offiziere im Oflag XVII A Edelbach
Barbara Stelzl-Marx, Graz
Theater hinter Stacheldraht.
Vom “Cardboard Playhouse” zu Billy Wilders “Stalag 17”
Edith Petschnigg, Graz
“The spirit of comradeship”.
Britische Kriegsgefangene in der Steiermark 1941 bis 1945
Gabriele Hammermann, Dachau
Zur Situation der italienischen Militärinternierten aus sozialhistorischer Perspektive
V. Sowjetische und polnische und Kriegsgefangene im “Dritten Reich”
Rolf Keller, Hannover
Das deutsch-russische Forschungsprojekt “Sowjetische Kriegsgefangene 1941-1945”: Ziele, Inhalte, erste Ergebnisse
Reinhard Otto, Lemgo
Gestapo und sowjetische Kriegsgefangene
Pavel Polian, Moskau-Köln
Sowjetische Juden als Kriegsgefangene: Die ersten Opfer des Holocaust?
Edmund Nowak, Opole
Polnische Kriegsgefangene im “Dritten Reich”
Von rund 100 Millionen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg gegeneinander kämpften, gerieten etwa 35 Millionen (also ein Drittel) in Gefangenschaft. Renommierte Historiker aus Europa und den USA beleuchten die Thematik der Kriegsgefangenschaft im und nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei wird ein Überblick über die Gefangenschaft in der Sowjetunion und im "Dritten Reich" sowie über das Schicksal von Kriegsgefangenen der Wehrmacht in der Hand der Westalliierten gegeben. Im Anhang findet sich eine umfangreiche Bibliographie.
"Dem Ludwig Boltzmann-Institut ist damit jedenfalls wieder ein Standardwerk gelungen." Truppendienst 2/ 2008, Nr. 302
Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner ist Historiker am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Karl-Franzens-Universität Graz, Leiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung Graz-Wien-Klagenfurt und wissenschaftlicher Leiter zahlreicher Ausstellungen.
Barabar Stelzl-Marx, geboren 1971, ist stv. Leiterin des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgenforschung, Graz.
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