Der Marokkaner Serhane zeigt eine Welt aus Erniedrigung und Religion, Grausamkeit und Sexualität vom Blickpunkt der Schwächsten, der Frauen und Kinder. In Azru, einer kleinen marokkanischen Stadt im Mittleren Atlas, lebte der Vater Serhanes als Schreiner. Obwohl er nicht arm war, mussten sich zwei seiner Kinder ein Paar Sandalen teilen. Ihnen gegenüber war er geizig und mitleidlos, während er seinem geliebten Affen Pullover strickte - einem Tier, dessen Tod sich Abdelhaq Serhane erträumte, eine Mordtat von schrecklicher Raffinesse. Sein Roman "Messauda" beschreibt einen Lebensweg von großer Einsamkeit und ist Berichterstattung und Zeugnis zugleich. Er ist mehr als nur das Zeugnis einer Epoche, "wo der Feinfühlige nicht bestehen kann". Er ist ein beunruhigendes literarisches Werk, in dem die Poesie gegenwärtig ist.