Der elterlichen Autorität entwachsen, den ökonomischen und gesellschaftlichen Anforderungen eines eigenen Haushalts noch nicht unterworfen, entwickeln vor allem männliche Jugendliche Kräfte, deren Integration in das Leben der Gemeinschaft eine Zeiten und Kulturen übergreifende Herausforderung darstellt.
»Geregeltes Ungestüm: Bruderschaften und Jugendbünde bei indogermanischen Völkern« enthält die Beiträge einer Vortragsreihe an der Universität Halle. Einer Einführung von Gerhard Meiser folgen Bernhard Streck mit einer ethnologischen Einschätzung in der Moderne (»Bundesbrüder und Eidgenossen«), Harry Falk (»Vom Vorteil des Schreckens«), Kim McCone (»Wolfsbesessenheit, Nacktheit, Einäugigkeit ...«), Axel Havemann (»Männerbünde im islamischen Orient«), Marita von Cieminski (»Jugendgruppen in der griechisch-römischen Antike«), Wilhelm Heizmann (»Germanische Männerbünde«) sowie abschließend Rahul Peter Das (»Indra und Śiva/Rudra«).
Bernhard Streck, geb. 1945, studierte in Basel und Frankfurt/M. Ethnologie und lehrte dieses Fach an den Universitäten Giessen, Berlin, Mainz und Heidelberg, bevor er 1994 das Institut für Ethnologie der Universität Leipzig übernahm. Seine Forschungen umfassen neben der Ethnographie des Nilsudan die Tsiganologie, die Religionsethnologie und die Fachgeschichte.
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