»Es erwies es sich bald als wichtige Meldung, ob man drin war oder nicht; wenn ja, war das ein kleiner Ritterschlag. Am Nimbus dieses Jahrbuchs hat sich nichts geändert.« Norbert Hummelt Das »Jahrbuch der Lyrik« ist ein Standardwerk der Gegenwartsliteratur. Es versammelt die interessantesten Gedichte eines Jahres, stellt aktuelle Texte renommierter Lyriker vor und entdeckt neue Autoren, die zum Teil zum ersten Mal veröffentlichen. Die Nachbemerkungen der Herausgeber kommentieren das poetische Geschehen und beobachten neue literarische Entwicklungen: Wenn die Lyrik immer auch ein Echo der Zeit ist, in welchen Zeiten leben wir dann? Liebesgedichte kommen in diesem Jahr erstaunlich häufig vor - was sagt das über den Zustand des Gedichts und unserer Gegenwart? Sind die jüngeren Autoren misstrauischer gegenüber allem, was nach Ideologie und Weltkommentar klingt? Und welche Rolle spielt der Fußball für die Lyrik des Jahres 2006? Das »Jahrbuch der Lyrik« zeigt in den verschiedensten Facetten, Blickwinkeln, Sprechweisen und Beleuchtungen, worum es immer wieder geht im Gedicht: mit der Sprache so umzugehen, dass wir zwischen den Zeilen und hinter den Wörtern etwas sehen, was wir so vorher nocht nicht gesehen haben.
Der Literat und Verlagsleiter Christoph Buchwald, geb. 1951, lebt in Amsterdam, ist Verleger des Cossee Verlags und leitet das Kultur- und Debattenzentrum "De Balie" in Amsterdam.
Silke Scheuermann, geboren 1973 in Karlsruhe, lebt in Offenbach. 2001 erschien ihr Lyrikdebüt "Der Tag an dem die Möwen zweistimmig sangen", 2004 der Gedichtband "Der zärtlichste Punkt im All". Gemeinsam mit Christoph Buchwald hat sie das "Jahrbuch der Lyrik 2007" herausgegeben. Für ihr Werk ist sie vielfach ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem "Hermann-Hesse-Literatur-Förderpreis" (2006), dem "George-Konell-Preis" (2008) und dem "Droste-Literaturförderpreis der Stadt Meersburg" (2009).
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