Mathias Bröckers: Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11. September.
Als am 11.9.2001 wie aus heiterem Himmel Flugzeuge das World Trade Center und das Pentagon angriffen, waren Amerika und die Welt entsetzt über die Heimtücke dieses Anschlags. Und sofort standen die Täter und der Feind fest: Osama Bin Laden und seine islamistische Al Qaida. George W. Bush verkündete den Weltkrieg gegen den "internationalen Terrorismus", für den es vorher kaum Unterstützung gegeben hätte. Inzwischen mehren sich die Indizien: Die US-Regierung war über den Angriff vorinformiert.
Mathias Bröckers, Wissenschaftsautor, Journalist und langjähriger Kultur-Chef der "Taz", misstraute von Anfang an dem einstimmigen Chor der Medien. Im Online-Magazin "telepolis" (als "unbestechlich" und "fachmännisch auf hohem Niveau" ausgezeichnet mit dem Grimme Preis Online Award 2002) führte er über seine Recherchen monatelang eine Art Fahndungsprotokoll, das, millionenfach angeklickt, heiße Debatten auslöste und - bedeutend erweitert und vertieft - bei Zweitausendeins als Buch erschienen ist. Es dokumentiert: Der 11.9. ist nicht nur das Datum eines entsetzlichen Massenmordes, sondern auch Kristallisationspunkt bizarrer Ungereimtheiten, fantastischer Widersprüche, verschwiegener Hintergründe und strategischer Geheimdienstoperationen. - Gehört ein so hochexplosiver Stoff in die Hände eines Zivilisten?, fragte die Frankfurter Allgemeine besorgt. -
Bröckers fragt, wer die faktischen Nutznießer der Terroranschläge sind, und er bringt andere notorisch Verdächtige ins Spiel. Nicht um seinerseits Verschwörungstheorien in die Welt zu setzen, sondern um das Verschwörungsdenken als skeptische Wissenschaft fruchtbar zu machen. Das erste Buch von Mathias Bröckers "Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9." Mit einem Interview mit dem Ex-Staatssekretär im Verteidigungsministerium Andreas von Bülow und einem Schaltplan der Verschwörungen von G. Seyfried.
Kants "Kritik der reinen Vernunft" ist ein philosophischer Klassiker, mit dem es sich immer wieder zu beschäftigen lohnt. Für eine solche Auseinandersetzung bietet der Kommentar Verständnishilfen und Interpretationsansätze: Auch dem Neuling wird so ein Zugang zum Inhalt und den wichtigsten Stationen der Argumentation ermöglicht. Der Leser soll zudem herausgefordert werden, auch gegen und über Kant hinaus Fragestellungen zu entwickeln.
Gute Aussichten, in die Liste der rezeptfreien philosophischen Anti-Kopfschmerz-Mittel einzugehen, hat diese Einführung unter anderem deswegen, weil ihr Autor sich der Schwierigkeiten eines solchen Unternehmens bewusst ist: Ein Kommentar ersetzt nicht das eigene Denken. Aber die Klippen, die können unter kundiger Leitung umschifft werden. Was sind die zentralen Fragen der "Kritik der reinen Vernunft"? Weshalb sind gerade diese Fragen interessant und wichtig? Können Kants Antworten auf die Rätsel, die sich die Vernunft selbst stellt, heute noch befriedigen? Neue Zürcher Zeitung
Holm Tetens ist Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin.
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