Psychoanalyse inspiriert Wissenschaft
Psychoanalytische Denkansätze leisten einen Beitrag zu der erforderlichen Neubestimmung des Subjekt-Objekt-Verhältnisses in der Forschung. Der Fundus an Reflexions- und Interpretationsverfahren bedarf gleichwohl einer Übersetzung in das wissenschaftliche Anwendungsgebiet. Sie ist das Anliegen dieses Bandes.
Psychoanalyse ist nicht nur eine klinische Praxis, sondern auch eine Denk- und Forschungsmethode. Von ihr gehen Anstöße für innovative Methoden in den Kultur- und Sozialwissenschaften aus. Wie lassen sich die wechselseitigen Beziehungen zwischen den Forschenden und den beforschten Objekten oder Personen in Untersuchungen berücksichtigen? Psychoanalyse als Erkenntnismethode und Theorie des Subjekts kann hier einen einzigartigen Beitrag leisten: Sie vollzieht nach, wie sich das Subjekt als begehrendes Wesen auf seine Forschungsobjekte bezieht und mit seinen Wünschen, Ängsten und Konflikten auch in die abstraktesten und intellektuellsten Tätigkeiten eindringt. Auf diese Weise kann sie die Verstrickungen des Subjekts erkennbar machen und auch die Grenzen des Erkennbaren aufzeigen.
Inhalt
Vorwort der Herausgeberinnen
Lilli Gast
"Ein gewisses Maß von Unbestimmtheit .". Anmerkungen zum freudschen Erkenntnisprozess
Rolf-Peter Warsitz
"Ein Zeichen sind wir, deutungslos ...". Die psychoanalytische Erfahrung zwischen den Methodologien der Wissenschaften
Karin Dahlke
Reden vom Subjekt der Psychoanalyse - im Spannungsfeld qualitativer Forschung
Elfriede Löchel
Verwicklungen im Zeichen der "Gradiva" - Psychoanalyse, Literatur und Wissenschaft
Insa Härtel
Ergriffensein, ergreifen, begreifen. Freuds "Der Moses des Michelangelo"
Beiträger
Karin Dahlke, Hamburg / Lilli Gast, Berlin / Insa Härtel, Bremen / Elfriede Löchel, Bremen / Rolf-Peter Warsitz, Kassel.
"Ein gewisses Maß von Unbestimmtheit ...". Anmerkungen zum freudschen Erkenntnisprozess"Ein Zeichen sind wir, deutungslos ...". Die psychoanalytische Erfahrung zwischen den Methodologien der Wissenschaften
Reden vom Subjekt der Psychoanalyse - im Spannungsfeld qualitativer Forschung
Verwicklungen im Zeichen der"Gradiva"- Psychoanalyse, Literatur und Wissenschaft
Ergriffensein, ergreifen, begreifen. Freuds"Der Moses des Michelangelo"
Psychoanalyse ist nicht nur eine klinische Praxis, sondern auch eine Denk- und Forschungsmethode. Von ihr gehen Anstöße für innovative Methoden in den Kultur- und Sozialwissenschaften aus. Wie lassen sich die wechselseitigen Beziehungen zwischen den Forschenden und den beforschten Objekten oder Personen in Untersuchungen berücksichtigen? Psychoanalyse als Erkenntnismethode und Theorie des Subjekts kann hier einen einzigartigen Beitrag leisten: Sie vollzieht nach, wie sich das Subjekt als begehrendes Wesen auf seine Forschungsobjekte bezieht und mit seinen Wünschen, Ängsten und Konflikten auch in die abstraktesten und intellektuellsten Tätigkeiten eindringt. Auf diese Weise kann sie die Verstrickungen des Subjekts erkennbar machen und auch die Grenzen des Erkennbaren aufzeigen.
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