Bertolt Brechts Theorie des epischen Theaters fand auf den Bühnen der deutschen Theater seine szenische Gestalt. Der Bühnenbildner Caspar Neher hat seit den 1920er-Jahren für die Stücke seines Freundes Brecht eine Bühne mit spezifischen Elementen entwickelt und so bis 1933 ein charakte ristisches >Gesicht< für das epische Theater geprägt. Nach der Rückkehr Brechts aus dem Exil wird es von Brecht und Neher als Bühnenform etabliert: Zwischen 1948 und 1956 entstehen >Modell inszenierungen<, die bis heute für die Aufführungspraxis der Brecht-Stücke die Funktion eines Kanons übernehmen. Dieser Text-/Bildband dokumentiert die Bedeutung Caspar Nehers und zeigt anschaulich die Bühnenrealisation des epischen Theaters.
Susanne de Ponte ist promovierte Kunsthistorikerin und Theaterwissenschaftlerin. Nach ihrer Lehrtätigkeit an der Universität Erlangen und der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg arbeitet sie seit 2002 am Deutschen Theatermuseum München.
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