Fritz Löw-Beer war der erste Sammler in der westlichen Welt, der die Bedeutung der chinesischen Lackkunst erkannte. Seine Sammlung wird heute zum großen Teil im Linden-Museum in Stuttgart bewahrt. Den 100. Geburtstag nimmt das Museum für Lackkunst zum Anlaß, seine Sammlung in einem umfassenden Katalog zu dokumentieren und eine herausragende Persönlichkeit zu würdigen.
Herausragende Einzelstücke befinden sich in Berlin, London, Boston und Tokio. Aus heutiger Sicht erscheint besonders bemerkenswert, dass er sein Augenmerk vor allem auf die frühen Lacke der Zhanguo- (475 - 221 v. Chr.) und Han-Zeit (206 v. Chr 6 n. Chr.) richtete. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die geschnitzten Lacke der Ming-Zeit (1368 - 1644). Zu dieser als klassisch empfundenen Gruppe von Lacken hat Löw-Beer auch eigene wissenschaftliche Beiträge verfasst, die noch heute zu den Standardwerken gehören. Das Museum für Lackkunst in Münster nimmt den hundertsten Geburtstag Löw-Beers zum Anlass, seine Sammlung in einer Ausstellung zusammenzuführen und in einem umfassenden Katalog zu dokumentieren. Reiches, bislang unerschlossenes Quellenmaterial liegt einem einführenden Beitrag zugrunde, der eine faszinierende Sammlerpersönlichkeit würdigt.
€ 39,90