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Myriam Marbe - Europäische Komponistinnen

   von Detlef Gojowy

buch.de-Verkaufsrang:
ISBN-10:
3-412-04706-6
ISBN-13:
978-3-412-04706-1
Erschienen:
06.2007
Titel führen wir nicht bzw. nicht mehr.
Aus der Reihe:
«Europäische Komponistinnen»
Einband:
gebunden
Sonstiges:
XI, 9 Notenbeispiele und Abbildungen, 8 Fototaf. 23,5 cm
Seitenzahl:
320
Gewicht:
627 g
Erschienen bei:
Böhlau-Verlag GmbH

Kurzbeschreibung

Für Rumänien waren die 1960er Jahre eine Zeit des Aufbruchs, der auch die junge Komponistengeneration erfasste: Vom innovativen Geist des großen Komponisten Georges Enescu geprägt machten sie sich auf die Suche nach einer neuen Sprache für die zeitgenössische Musik ihres Landes. Unter ihnen war auch die 1931 in Bukarest geborene Myriam Marbe, der binnen kurzem eine herausragende Stellung zukam. Ihre Musik galt als avantgardistisch und traditionsverbunden gleichermaßen. Sie schöpfte aus dem antiken Erbe des Mittelmeerraumes, ging den Spuren der rumänischen Volksmusik nach, ließ sich von europäischer Literatur inspirieren und formte daraus eine eigene Tonsprache - unverwechselbar, neu, unerhört. Zutiefst ihrem Land verbunden blieb Marbe auch nach den kurzen Jahren des Aufbruchs in Rumänien, lebte und komponierte in bewussten Antagonismus zu den Schikanen des diktatorischen Ceauçescu-Regimes. Zugleich versuchte sie in ihrer Musik, Rumänien mit seiner ganz eigenen Tradition im europäischen Kontext zu verankern. A

Beschreibung

Für Rumänien waren die 1960er Jahre eine Zeit des Aufbruchs, der auch die junge Komponistengeneration erfasste: Vom innovativen Geist des großen Komponisten Georges Enescu geprägt machten sie sich auf die Suche nach einer neuen Sprache für die zeitgenössische Musik ihres Landes. Unter ihnen war auch die 1931 in Bukarest geborene Myriam Marbe, der binnen kurzem eine herausragende Stellung zukam. Ihre Musik galt als avantgardistisch und traditionsverbunden gleichermaßen. Sie schöpfte aus dem antiken Erbe des Mittelmeerraumes, ging den Spuren der rumänischen Volksmusik nach, ließ sich von europäischer Literatur inspirieren und formte daraus eine eigene Tonsprache - unverwechselbar, neu, unerhört. Zutiefst ihrem Land verbunden blieb Marbe auch nach den kurzen Jahren des Aufbruchs in Rumänien, lebte und komponierte in bewussten Antagonismus zu den Schikanen des diktatorischen Ceauçescu-Regimes. Zugleich versuchte sie in ihrer Musik, Rumänien mit seiner ganz eigenen Tradition im europäischen Kontext zu verankern. Als einer der wenigen KomponistInnen eines ehemaligen Ostblock-Staates gelang es ihr, auch im Westen Bekanntheit zu erlangen. Bereits ihre ersten Auftritte außerhalb Rumäniens in den 1970er Jahren sorgten für Furore. Über Jahre hinweg wirkte Myriam Marbe selbst, vor allem jedoch durch ihren Schülerkreis nachdrücklich auf die westliche Avantgarde ein. Besonders ihr Selbstverständnis als europäische Rumänin macht sie zu einer Vorreiterin eines vereinten europäischen Kulturraumes.

Portrait

Detlef Gojowy ist Musikwissenschaftler und war viele Jahre Redakteur für Neue Musik beim Westdeutschen Rundfunk in Köln. Sein Marbe-Buch entstand aus seiner 25-jähriger Bekanntschaft mit der Komponistin.



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