Schon von Weitem sieht man über der Stadt Herford hoch aufragend die Kirche St. Marien. Sie geht zurück auf die älteste Marienerscheinung nördlich der Alpen: Um die Mitte des 10. Jahrhunderts soll dort auf dem Berge, oberhalb des Klosters, einem Bettler die Gottesmutter Maria erschienen sein. Eine erste schlichte Kirche wurde 1011 geweiht. Mit der Entwicklung von Abtei und Stadt, die sich zur reichsfreien und Hansestadt entwickelte, gewann auch die Wallfahrtskirche St. Marien an Bedeutung. Mehrfach erweitert, wurde bis 1325 eine eindrucksvolle zentrale gotische Halle um diesen Ort der Erscheinung geschaffen. Über dem heiligen Baumstamm, über dem Maria erschienen sein soll, erhebt sich eine wunderbare spätgotische Pyramide, in ihrer Spitze eine Doppelplastik der Maria. Niemals im Laufe der Jahrhunderte zerstört, wurde der Raum jetzt im Inneren neu gestaltet: ein Raum der Anbetung, des Gottesdienstes, der Musik, der Kunst. Ein weiter lichter Raum, in seinem gotischen Gewölbe wie vom Himmelszelt überwölbt, mit seinen Mariendarstellungen, dem architektonisch einzigartigem Chorabschluss und dem dreistufigen Mariengiebel, ist diese Kirche ? wie der frühere Bundespräsident Theodor Heuss einmal gesagt hat ? mit der Wiesenkirche in Soest die schönste gotische Kirche Westfalens. Der neue Kunstführer stellt diesen Raum vor, seine Baugeschichte, die Architektur, die Kunstschätze, die reiche Gestaltung aus einer über eintausendjährigen Geschichte.
Die Stiftskirche und ehem. Wallfahrtskirche St. Marien auf dem Berge zu Herford geht zurück auf eine Marienerscheinung im 10. Jahrhundert. Nie zerstört, wurde der Raum jüngst neu gestaltet. Der neue Kunstführer stellt diese Kirche vor, ihre Baugeschichte, die Architektur, die Kunstschätze, die reiche Gestaltung aus einer über eintausendjährigen Geschichte.
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