Der Physiker Georg Simon Ohm (1789-1854) gilt als einer der Begründer
der Forschung über elektrische Ströme, sein Name ist in
die Terminologie der Elektrizitätslehre eingegangen: die absolute
Einheit des elektrischen Widerstandes wird noch heute als "Ohm"
bezeichnet. Begründet hat Ohms großen Ruf vor allem die 1827
erschienene Schrift "Die galvanische Kette, mathematisch bearbeitet".
Gegen diese wurde anfangs stark polemisiert - denn
Ohms mathematische Behandlung der Elektrizität setzte neue
Standards.
Die öffentliche Anerkennung seiner Entdeckungen zeigte sich
letztlich auch durch seine Karriere: 1833 erhielt Ohm eine Professur
für Physik am "Königlich-bayerischen Polytechnikum" in
Nürnberg - dort war er auch Rektor von 1839 bis 1849. Dann
wechselte er nach München, wo er erst Konservator der mathematisch-
physikalischen Sammlung und 1852 zum Leiter des physikalischen
Kabinetts der Universität München ernannt wurde.
Im Jahre 1841 erhielt Ohm die begehrte "Copley-Medaille" der
Londoner "Royal Society".