Ein Studium in den Geisteswissenschaften erfüllt oftmals nicht die Erwartungen; viele Studierende fühlen sich in ihren Fächern missverstanden und verstehen umgekehrt die Wissenschaft nicht wirklich. Dabei tritt die Universität mit dem Anspruch auf, dass sie, nicht das irritierte Gefühl des einzelnen, Recht habe.
Der Autor geht von diesem Punkt aus, um die Geisteswissenschaft grundsätzlich in Frage zu stellen. Er kritisiert die Texte und Studieninhalte als zu kompliziert, formalistisch, voreingenommen, verschleiernd, sich ständig wiederholend und anderes mehr.
Das Buch stellt eine Reihe von Einführungs- und Standardwerken vor. Der Leser soll selbst nachvollziehen können, was die einzelnen Fächer machen und wie die verbindlichen Vorgaben aussehen. Dazu werden je aussagekräftige Zitate angeführt und allgemeinverständlich kommentiert.
Der Autor richtet sich gegen die Wissenschaftlichkeit als Vorgabe für kluges Argumentieren. Anstelle von Begriffsdefinitionen redet er in natürlicher Sprache, anstelle auf Autoritäten baut er auf den plausiblen Gedanken. Gegen die reine Sachlichkeit stellt er das Menschliche, gegen das Fachprinzip das allgemein Verständliche.
Seines Erachtens schafft die Geisteswissenschaft kein Wissen, sondern sie formalisiert nur bestimmte Anschauungen. Sie besteht nicht wirklich, sondern nur auf Papier. Es gibt sie ausschließlich im Elfenbeinturm der Universität; sie hat keine praktische Bedeutung. Ihr geht auch der theoretische Sinn ab, da sie sich in Widersprüche verstrickt.
Das vorliegende Buch kritisiert die Geisteswissenschaft auf allgemeinverständliche Weise. Es beschäftigt sich mit der Wissenschaftlichkeit selbst. Das betrifft die Methoden der universitären Arbeit sowie die Grundlagen der Fächer. Das Buch beschreibt die Praxis einer Weltanschauung, die die Wahrheit außerhalb des Menschen ansiedelt.