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Die Kinder von Wien. Die Andere Bibliothek, Band 279

   von Robert Neumann

buch.de-Verkaufsrang:
ISBN-10:
3-8218-6200-9
ISBN-13:
978-3-8218-6200-2
Erschienen:
03.2008
Sofort lieferbar
Aus der Reihe:
«Die Andere Bibliothek»
Einband:
gebunden
Sonstiges:
Lim. und num. , 19 Fototaf. 22 cm
Seitenzahl:
234
Gewicht:
459 g
Erschienen bei:
Eichborn
Herausgeber: Michael Naumann Mitarbeiter: Ulrich Weinzierl Photograph: Ernst Haas Herausgeber: Klaus Harpprecht Kommentar: Klaus Harpprecht

Kurzbeschreibung

Ein Fetzenteppich des Lebens und Überlebens Ob Berlin oder Wien: Die strahlenden Städte, in denen wirÂs uns gemütlich machen, sind in Wahrheit Gespensterstädte, unter dem Asphalt die Trümmer, in denen die Archäologen zu graben beginnen, Totenstädte ... Robert Neumann, der berühmte Parodist und verkannte Romancier, entführt uns in einen Wiener Keller im Nachkriegsjahr 1946, in dem ein eigenwilliges Gemisch von Geräuschen und jiddischen, russischen, deutschen und amerikanischen Sprachfetzen zu hören ist, so authentisch, dass auch das Schaben, Kratzen und Huschen der Ratten auf den nackten Kellerböden von dem ganz unjungen Jargon einer Bande Halbwüchsiger nicht übertönt wird. Jid, Goy und Ewa heißen drei der sechs Kinder, die sich stehlend, hurend und hehlend eingerichtet haben im Nachkriegschaos, die vom Glück ihrer anarchistischen Freiheit ebenso wenig daher machen wie vom allgegenwärtigen Mangel - weil sieÂs nicht anders kennen. Ihre Perspektive ist der Blick nach oben, durch die Schächte zum Licht, und was sie sehen, sind nackte Füße, Sandalen, kaputte Stiefel und den Exnazi in alliierten Diensten, der sie aus ihrem Ruinenkeller zu vertreiben, den schwarzen Armee-Pastor, der sie zu retten versucht ... Die Kinder von Wien ist der kleine-große Roman des Nachkriegs, der dichter als jedes andere Buch von der zweiten Realität erzählt, deren Schatten uns begleiten (ob wirÂs wissen oder nicht).

Portrait

Robert Neumann, geboren 1897 in Wien, gestorben 1975 in München, gehörte mit seinen parodistischen und satirischen Schriften und Romanen zu den produktivsten Schriftstellern in den späten 20er und frühen 30er Jahren in Österreich. Nachdem seine Werke 1933 von den Nazis verboten wurden, emigrierte er 1934 nach Großbritannien. Als einer der wenigen Schriftsteller im Ausland begann Neumann sofort in der englischen Sprache zu schreiben und zu publizieren; er arbeitete für die BBC, war Lektor (und Teilhaber) ein Verlages, der Autoren wie Heinrich Mann ins Englische übersetzte, wurde 1947 britischer Staatsbürger und lebte seit 1958 in Locarno. In den sechziger Jahren machte sich Neumann auch als Literaturkritiker und politischer Publizist für linksliberale und satirische Zeitungen und Magazine wie Konkret, Die Zeit und Pardon einen Namen.



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