Eine Anthologie deutscher Gedichte in größtmöglicher Mannigfaltigkeit: Kanonisches und Klassisches bildet das Fundament, Vernachlässigtes, Vergessenes, Unbekanntes zeigt das vermeintlich Vertraute in neuer Beleuchtung. In einem Gespräch über die Zeiten hinweg werden Motive wieder aufgegriffen und ältere Texte von jüngeren Lyrikern zitiert oder umgeschrieben. Durch die Kunst des Herausgebers entsteht, auswählend und arrangierend, ein Hausbuch, in dem sich Klassisches und Altbekanntes mit Neuem und Überraschendem trifft, sich spiegelt und unerwartete Verbindungen schlägt - von den Merseburger Zaubersprüchen aus dem 8. Jahrhundert bis zu einem Text der 1979 geborenen Uljana Wolf.
Gedichte folgender Autoren:
[Merseburger Zaubersprüche] - [Lorscher Bienensegen] - Notker III. von St. Gallen - Der von Kürenberg - Albrecht von Johansdorf - Dietmar von Aist - Friedrich von Hausen - Heinrich von Morungen - Heinrich von Veldeke - [Du bist mîn, ich bin dîn] - Hartmann von Aue - Reinmar - Walther von der Vogelweide - Wolfram von Eschenbach - Der Tannhäuser - Neidhart - Ulrich von Lichtenstein - Mechthild von Magdeburg - Konrad von Würzburg - Frauenlob - Johannes Hadloub - Mönch von Salzburg - Oswald von Wolkenstein - Hans Rosenplüt - Martin Luther - Ulrich von Hutten - Hans Sachs - Philipp Nicolai - Georg Rodolf Weckherlin - Martin Opitz - Simon Dach - Johann Rist - Friedrich Spee von Langenfeld - Paul Gerhardt - Paul Fleming - Johann Klaj - Andreas Gryphius - Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau - Philipp von Zesen - Georg Neumark - Sibylla Schwarz - Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen - Friedrich von Logau - Angelus Silesius - Sigmund von Birken - Catharina Regina von Greiffenberg - Laurentius von Schnüffis - Daniel Casper von Lohenstein - Christian Knorr von Rosenroth - Hans Aßmann von Abschatz - Quirinus Kuhlmann - Christian Wernicke - Johann Christian Günther - Barthold Hinrich Brockes - Johann Elias Schlegel - Albrecht von Haller - Ewald Christian von Kleist - Friedrich von Hagedorn - Christian Fürchtegott Gellert - Johann Wilhelm Ludwig Gleim - Magnus Gottfried Lichtwer - Johann Peter Uz - Anna Louisa Karsch(in) - Christian Felix Weiße - Gotthold Ephraim Lessing - Gottlieb Konrad Pfeffel - Friedrich Gottlieb Klopstock - Abraham Gotthelf Kästner - Edzard Mauritz zu Innhausen und Knyphausen - Heinrich Wilhelm von Gerstenberg - Moritz August von Thümmel - Christian Friedrich Daniel Schubart - Matthias Claudius - Johann Gottfried Herder - Leopold Friedrich Günther von Goeckingk - Ludwig Heinrich Christoph Hölty - Friederike Brun - Gottfried August Bürger - Johann Wolfgang Goethe - Johann Wolfgang Goethe / Marianne von Willemer - Johann Wolfgang Goethe - Jakob Michael Reinhold Lenz - Johann Heinrich Voß - Wolfgang Amadeus Mozart - Friedrich Schiller - Johann Peter Hebel - Friedrich Matthisson - Dorothea Schlegel - Jens Baggesen - August Wilhelm Schlegel - Friedrich Hölderlin - Novalis - Ludwig Tieck - Heinrich von Kleist - Clemens Brentano - Achim von Arnim - Achim von Arnim / Clemens Brentano - Johann Gottfried Seume - Sophie Mereau - Karoline von Günderode - Luise Hensel - Dorothea Tieck - Adelbert von Chamisso - Helmina von Chézy - Bettine von Arnim - Justinus Kerner - Ludwig Uhland - Alexander von Blomberg - Joseph von Eichendorff - Franz Grillparzer - Wilhelm Müller - Friedrich Rückert - August von Platen - Annette von Droste-Hülshoff - Heinrich Heine - Friedrich Begemann - Georg Friedrich Daumer - Nikolaus Lenau - Eduard Mörike - Friedrich Hebbel - Georg Büchner - Ferdinand Freiligrath - Georg Weerth - Georg Herwegh - Emanuel Geibel - August Heinrich Hoffmann von Fallersleben - Theodor Storm - Gottfried Keller - Klaus Groth - Theodor Fontane - Conrad Ferdinand Meyer - Marie von Ebner-Eschenbach - Wilhelm Busch - Wilhelm Raabe - Friedrich Nietzsche - Christian Wagner - Detlev von Liliencron - Richard Dehmel - Arno Holz - Frank Wedekind - Peter Hille - Ricarda Huch - Stefan George - Hugo von Hofmannsthal - Rainer Maria Rilke - Gustaf Fröding - Christian Morgenstern - Jakob van Hoddis - Paul Scheerbart - Franz Werfel - Franz Kafka - Alfred Lichtenstein - Albert Ehrenstein - Ernst Stadler - Erich Mühsam - Georg Heym - Georg Trakl - August Stramm - Johannes R. Becher - Klabund - Walter Hasenclever - Hugo Ball - Emmy Ball-Hennings - Kurt Schwitters - Hans Arp - Raoul Hausmann - Martin Buber - Gertrud von Le Fort - Robert Walser - Konrad Weiß - Paul Zech - Rudolf Borchardt - Hermann Hesse - Joachim Ringelnatz - Karl Kraus - Berthold Viertel - Kurt Tucholsky - Claire Goll - Peter Gan - Oskar Loerke - Josef Tress - Else Lasker-Schüler - Gottfried Benn - Bertolt Brecht - Elisabeth Langgässer - Erich Kästner - Friedo Lampe - Friedrich Georg Jünger - Fritz Brügel - Walter Mehring - Jesse Thoor - Jochen Klepper - Reinhold Schneider - Georg Britting - Josef Weinheber - Theodor Kramer - Albrecht Haushofer - Gertrud Kolmar - Selma Meerbaum-Eisinger - Rose Ausländer - Alfred Margul-Sperber - Moses Rosenkranz - Immanuel Weißglas - Paul Celan - Nelly Sachs - Hans Sahl - Hans Keilson - Hilde Domin - Mascha Kaléko - Ernst Meister - Christine Lavant - Christine Busta - Wilhelm Lehmann - Peter Huchel - Karl Krolow - Stephan Hermlin - Johannes Bobrowski - Erich Fried - Günter Eich - Heinz Erhardt - Marie Luise Kaschnitz - H. C. Artmann - Ingeborg Bachmann - Ilse Aichinger - Walter Höllerer - Günter Grass - Heinz Piontek - Dieter Hoffmann - Christa Reinig - Margot Scharpenberg - Eugen Gomringer - Helmut Heißenbüttel - Claus Bremer - Günter Kunert - Gerhard Rühm - Franz Mon - Konrad Bayer - Ernst Herbeck - Ernst Jandl - Friederike Mayröcker - Hertha Kräftner - Elisabeth Borchers - Eva Zeller - Oskar Pastior - Ludwig Greve - Werner Kraft - Hans Magnus Enzensberger - Walter Helmut Fritz - Peter Hacks - Peter Rühmkorf - Manfred Peter Hein - Friedrich Christian Delius - Peter Handke - Günter Herburger - Rolf Dieter Brinkmann - Jürgen Becker - Nicolas Born - Ror Wolf - Christoph Meckel - Wolf Biermann - Reiner Kunze - Johannes Kühn - Wulf Kirsten - Albert von Schirnding - Adolf Endler - Bruno Hillebrand - Heinz Czechowski - Sarah Kirsch - Eckart Kleßmann - Wolfgang Hildesheimer - Hans Dieter Schäfer - Rainer Malkowski - Gregor Laschen - Guntram Vesper - Karin Kiwus - Reinhard Priessnitz - Ludwig Fels - Thomas Brasch - Volker Braun - Elke Erb - Bert Papenfuß-Gorek - Uwe Kolbe - Heiner Müller - Christian Saalberg - Karl Mickel - Joachim Sartorius - Doris Runge - Ulla Hahn - Anne Duden - Norbert C. Kaser - Werner Söllner - Thomas Rosenlöcher - Friederike Roth - Gerhard Falkner - Said - Franz Josef Czernin - Michael Krüger - Hugo Dittberner - Christoph Wilhelm Aigner - Robert Schindel - Brigitte Oleschinski - Dagmar Leupold - Peter Waterhouse - Lioba Happel - Jan Koneffke - Barbara Köhler - Hans-Ulrich Treichel - Harald Hartung - Thomas Kling - Durs Grünbein - Robert Gernhardt - Max Goldt - Marcel Beyer - Dirk von Petersdorff - Steffen Jacobs - Michael Lentz - Kerstin Hensel - Norbert Hummelt - Ulrike Draesner - Ludwig Steinherr - Marion Poschmann - Christian Lehnert - Jan Wagner - Uljana Wolf - Anja Utler - Silke Scheuermann - Peter Rühmkorf
Brauchen wir eigentlich eine weitere Lyrik-Anthologie? Ja, wenn ihr Herausgeber wie Heinrich Detering in 'Reclams großem Buch der deutschen Gedichte' eine Bresche für die Außenseiter und Vergessenen schlägt und philologische Sorgfalt mit Entdeckerlust verbindet.
Walter Hinck, FAZ
Nun hat der in Göttingen lehrende Germanist Heinrich Detering eine grosse Lyrik-Anthologie herausgegeben, die man gerne in Anlehnung an Klings Sammlung "Poesie-Speicher" nennen möchte. Abermals reicht die Sammlung von den "Merseburger Zaubersprüchen" bis in unser Jahrhundert, und ebenso wird auch hier eine Handschrift des Herausgebers deutlich. Ungeachtet der Chronologie endet der Band mit Peter Rühmkorfs Gedicht "Auf einen alten Klang", das virtuos und witzig die "Merseburger Zaubersprüche" nachhallen lässt. Die Zwiesprache unter den Dichtern wird auf diese Weise hervorgehoben; das Dialogische an der Poesie wird sichtbar, stille oder laute Bezüge werden hörbar. Detering freilich geht über das deutschsprachige Gedicht hinaus und verweist exemplarisch darauf, dass Dichtung die Übersetzung stets mit einschliesst. Ein Anhang unterrichtet in kurzen, funkelnden Miniaturen, die ihrerseits kleine Sprachkunstwerke sind, über die Dichter und ihre Werke. Und sachte erläutert der Herausgeber Stellen, die dem heutigen Leser sich nicht immer von allein erschliessen könnten. Ein schönes, ein wichtiges Werk ...
Neue Zürcher Zeitung
Detering hat die am großzügigsten gestaltete und in ihrer Knappheit bestkommentierte Lyrikanthologie dieser Jahre herausgegeben - mit besonderem Augenmerk für die Gegenwart.
Der Tagesspiegel
Wirklich gut sind nur wenige Gedichtanthologien, und zu ihnen zählt seit Neuestem sicherlich "Reclams Großes Buch der deutschen Gedichte". Wuchtig und prächtig (...): ein märchenhafter Sprach-Schatz ist die Gedichtsammlung.
NDR Kultur
Heinrich Detering hat dem Kanon der deutschsprachigen Lyrik mit seiner unnachahmlichen Wucht und Weitsicht neues Leben eingehaucht: Klassisches und Kanonisches steht neben Vergessenem und neu Ausgegrabenem, Fundstücken, Nonsens. Kurz: Die angestrebte, größtmögliche Mannigfaltigkeit wird hier aufs Wunderbarste präsentiert - man kann dieser Juwelensammlung deutscher Lyrik gar nicht genug Leser wünschen: Ein Buch fürs Leben.
Kieler Nachrichten
Einen kühnen Bogen vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert schlägt "Reclams großes Buch der deutschen Gedichte" - von den Merseburger Zaubersprüchen aus dem 8. Jahrhundert bis hin zur Lyrik eines Robert Gernhardt, Max Goldt und Marcel Beyer. (...) Der Leser genießt beim Blättern vor allem das Vergnügen, Unbekanntes, Kurioses oder Überraschendes aufzustöbern. Erfreulich umfangreich geraten sind die Kurzbiografien.
Kölner Stadt-Anzeiger
Es fehlt nicht an Anregungen in diesem intelligent aufgebauten Band, der mancherlei Dialogen Raum gibt, zum Beispiel der Zwiesprache zwischen unterschiedlichen Übersetzungen. Ein Shakespeare-Sonett begegnet in gleich drei Umsetzungen. Der Herausgeber betont daher: "Hin- und Herblättern ist erwünscht".
Rhein-Neckar-Zeitung
... weit und methodisch holt Heinrich Detering aus, der für den Reclam Verlag ein wahrhaft "Großes Buch der deutschen Gedichte" für eine lange, routenreiche Fahrt durch die Literaturgeschichte ausrüstete. Von den "Merseburger Zaubersprüchen" reicht das grandiose Panorama bis zu vielen Zeitgenossen, von denen heute noch nicht feststehen kann, ob sie sich dereinst in einem Kanon halten werden. (...) Detering sah alle Texte auf Verständnis-Stolpersteine durch, die er knapp erläuternd aus dem Weg räumt. Auf 150 Seiten des Anhangs porträtiert er sämtliche herbeizitierten Autoren kurz und gut.
Frankenpost
Ein neues Standardwerk.
FAZ Hochschulanzeiger
1300 Jahre deutsche Dichtung - das ist ein schöner Brocken: In chronologischer Anordnung, mit Kurzbiografien der Dichter im Anhang sowie dem obligatorischen und wichtigen alphabetischen Verzeichnis der Titel und Gedichtanfänge. Absolut lesenswert!
Rheinische Post
Wo bleibt die Hochkultur? Heinrich Detering hat zumindest für die Lyrik über die Saison hinaus Abhilfe geschaffen. Die Lyrik ist gerettet. Definitiv. (...) Eine wunderreiche, ebenso wohl überlegte, vielfältige wie überraschende Sammlung deutscher Lyrik von den Anfängen bis heute - das zum Beispiel - mutig wie sachdienlich - nun auch unter Einschluss von besonders gelungenen Übersetzungen. Das ist ein starker Vorrat, haltbar weit, weit über das Erscheinungsjahr hinaus. Das kann man getrost den Enkeln hindonnern. So gewichtig wie die Sammlung ist, werden sie´s kaum mit einem MP3-Player verwechseln.
Freitag